Calmy-Rey: Mehr Geld aus der Schweiz für die Ärmsten

publiziert: Samstag, 15. Sep 2007 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Sep 2007 / 20:53 Uhr

Bern - Die Schweiz muss ihre Entwicklungshilfe erhöhen. Das hat Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey in St. Gallen an einer interreligiösen Veranstaltung zum Bettag gefordert. Kritik übte Calmy-Rey auch an SVP-Abstimmungsplakaten.

Bundespräsidentin Calmy-Rey will mehr Geld für Entwicklungshilfe. Hier zu Besuch in einem Flüchtlingslager.
Bundespräsidentin Calmy-Rey will mehr Geld für Entwicklungshilfe. Hier zu Besuch in einem Flüchtlingslager.
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Die Plakate, die weisse Schafe zeigen und ein schwarzes Schaf, das von der Weide vertrieben werden müsse, seien Beispiel politisch motivierter Ausländerfeindlichkeit, sagte Calmy-Rey. Diese SVP-Plakate in Zusammenhang mit der Ausländer-Initiative begünstigten rassistische Aktionen.

Micheline Calmy-Rey erntete für ihre Kritik an diesen Plakaten lang anhaltenden Applaus. Für ein friedliches Zusammenleben gebe es kein Allheilmittel, doch es gebe eine Methode, die nach wie vor der Schlüssel zu einem Gleichgewicht sei: die Suche nach dem Konsens.

Die Schweiz und ihre Exponenten in der Politik sollten ihre Wurzeln nicht verleugnen. Die Schweiz sei immer ein Ort der internationalen Offenheit, des Austausches und der Begegnung gewesen. «Sorgen wir mit Nachdruck dafür, dass dies so bleibt», sagte Calmy-Rey vor rund 2000 Personen im Klosterhof in St. Gallen.

Mehr Aufwendungen nötig

Um die Herausforderungen von Armut und Hunger und die Aufgaben der Enwicklungspolitik bewältigen zu können, müssten die Aufwendungen der Schweiz aufgestockt werden, forderte Calmy-Rey.

Das Problem von Armut und Hunger könnten die Staaten aber nicht allein lösen, es brauche Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die bisherigen Anstrengungen hätten zu weniger Gewaltkonflikten, zu weniger Toten und Verletzten, zu weniger Minenopfern und zu gesünderen und länger lebenden Menschen geführt.

Rund 200 Schweizer Kirchtürme sind an diesem Bettagswochenende weiss beflaggt. Die Pfarreien wollen damit ein Zeichen des Protests gegen die weltweite Armut setzen. Sie fordern die Landesregierung auf, sich stärker für die UNO-Milleniumsziele zu engagieren.

(tri/sda)

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