Calmy-Rey: «Zu grosses Eigenleben im DEZA»

publiziert: Sonntag, 8. Jun 2008 / 09:59 Uhr

Bern - Die Entwicklungszusammenarbeit im EDA hat nach Ansicht von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zu viel Eigenleben entwickelt. Mit dem kürzlich angekündigten Umbau solle die DEZA besser ins Aussendepartement und die übrige Bundesverwaltung eingebettet werden.

Will Öffnung: Micheline Calmy-Rey.
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Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) habe sich in den letzten Jahren etwas isoliert, weil man Angst gehabt habe, sich von der Politik instrumentalisieren zu lassen. Die Entwicklungszusammenarbeit sei jedoch ein Teil der Aussenpolitik, sagte Calmy-Rey in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

«Wir wollen, dass die DEZA sich öffnet.» Man strebe eine bessere Zusammenarbeit mit dem Departement und anderen Teilen der Bundesverwaltung an. Mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) habe man sich auf eine einheitliche Strategie geeinigt, sagte die Bundesrätin weiter.

Grosse Reorganisation

Auslöser für die «grosse Reorganisation» seien globale Veränderungen wie Nahrungsmittelknappheit, Wassermangel, Migration und gescheiterte Staaten. Zudem müsse das Fachwissen der DEZA stärker auf dem Feld zum Zuge kommen.

Beim Umbau der Berner Zentrale solle das DEZA-Personal einbezogen werden. Es würden 20 Arbeitsgruppen gebildet. Bis September solle die erste Phase abgeschlossen sein, 2009 sei dann die Reorganisation der Kooperationsbüros vor Ort geplant.

Forderungen der GPK

Die Reorganisation nimmt nach Angaben des EDA Forderungen der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) und aus dem Parlament auf. Die GPK des Ständesrates hatte in ihrem Bericht von Ende 2006 kritisiert, die DEZA verfolge keine klare Strategie, verzettle sich und habe keine klare Prioritätensetzung.

Mit einem Budget von 1,3 Milliarden Franken verfügt die DEZA über zwei Drittel des EDA-Budgets. Sie beschäftigt rund 650 Mitarbeitende in Bern und im Ausland.

(ht/sda)

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