Calmy-Rey warnt vor «helvetischen Tunnelblick»

publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2007 / 20:03 Uhr

Lugano - Zum Auftakt der viertägigen Feierlichkeiten im Rahmen des 125-Jahre-Jubiläums der Gotthardbahn sind rund 200 Gäste mit zwei Extrazügen ins Tessin gereist. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hielt die Festrede.

Eine historische Lok vom Typ Ae 6/6 11402 bietet Sonderfahrten an.
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Seit der Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 ist die Schweiz keine Insel mehr, sagte Bundespräsidentin Calmy-Rey beim Festakt auf dem Castel Grande in Bellinzona. «Wir sollten also nicht mehr dem eigenen Tunnenblick verfallen.»

Der Gotthard stehe für internationale Offenheit, Austausch und Begegnung, sagte die Bundespräsidentin zum Auftakt der viertägigen Feierlichkeiten zum 125-Jahre-Jubiläum der Gotthardbahn. «Hüten wir uns also (...) vor dem helvetischen Tunnelblick.»

Sie erinnerte aber auch an die dunklen Seiten beim Bau des Tunnels: die Baubedingungen, welchen 177 Arbeiter zum Opfer fielen und «für die man sich heute noch schämen muss», sowie die Niederschlagung eines Aufstandes der Mineure 1875, bei dem vier von ihnen erschossen wurden.

«Schweiz im Zentrum Europas»

Vor der Bundespräsidentin hatten SBB-Chef Andreas Meyer, der Tessiner Staatsrat Marco Borradori und der Urner Regierungsrat Isidor Baumann die Gotthardbahn gewürdigt. «Die Eröffnung der Gotthardbahn hat die Schweiz ins Zentrum des sich rasch entwickelnden Europas gerückt», sagte Meyer.

Beim Arbeiterdenkmal in Airolo legten die Gäste einen Kranz nieder zum Gedenken an die 177 Arbeiter, die während der zehnjährigen Bauzeit des 15'003 Meter langen Tunnels ums Leben gekommen waren.

Zum 125. Geburtstag der Gotthardbahn wurden Wahrzeichen entlang der Bergstrecke wie etwa die Kirche von Wassen UR rot verhüllt.

(dl/sda)

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