Calmy-Rey will nicht nur finanzielle Beteiligung

publiziert: Samstag, 24. Jan 2009 / 12:05 Uhr

Bern - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hält am Vorschlag fest, dass Schweizer Soldaten Schiffe im Golf von Aden vor Piraten schützen sollten. Die Idee, dass sich die Schweiz finanziell an der EU-Mission beteiligen könnte, gefällt ihr nicht.

Soldaten müssten fähig sein an einer Mission teilzunehmen, so Calmy-Rey.
Soldaten müssten fähig sein an einer Mission teilzunehmen, so Calmy-Rey.
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Wenn die Schweiz ausländische Soldaten dafür bezahlen würde, dass sie ihre Schiffe schützten, würde sie sich schämen, sagte Calmy-Rey in Interviews mit den Zeitungen «La Tribune de Genève» und «24 Heures». Einst seien Schweizer für Dienste in ausländischen Armeen bezahlt worden.

Am Mittwoch hatte die Landesregierung über den Schutz der Schweizer Schiffe vor Somalias Küste diskutiert und zusätzliche Abklärungen verlangt. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) werde die Ergebnisse in einer der nächsten Sitzungen präsentieren, sagte Bundesratssprecher Oswald Sigg.

Abklärungen nötig

Für Calmy-Rey wäre es merkwürdig, festzustellen, dass Schweizer Soldaten nicht fähig sein sollten, an einer Mission teilzunehmen, bei der Soldaten aus Nachbarstaaten mitmachten. Wenn man die beste Armee der Schweiz wolle, müsse diese fähig sein, Schweizer Interessen zu verteidigen, auch im Ausland.

Calmy-Rey räumte jedoch ein, dass Abklärungen noch notwendig seien. Und sie ist sich bewusst, dass es für die Schweiz ungewöhnlich ist, Soldaten ins Ausland zu entsenden.

(ht/sda)

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Wieso Soldaten von der Schweizer Armee? Die Reeder sollen Privatfirmen engagieren. Ich glaube nicht, dass Jemand freiwillig den Kopf hinhalten wird. Dann wird sowie der grösste Teil aus dem Militär austreten.
dann soll sie
sich schämen, die Calmy-Rey!
Anscheinend malt sie sich aus, dass Schweizer Soldaten - ohne Hochseeerfahrung - von einem Schweizer Frachter auf den anderen hüpfen, um diese dann in der Gefahrenzone zu beschützen.
Ich stelle mir vor, dass dies für die Piraten eine besondere Herausforderung sein wird, ein Schiff - nicht nur inklusive Mannschaft, sondern eben auch bewaffneten Soldaten - zu kapern.

Es sei denn, sie kann klar sagen, welches unserer Kriegsschiffe(?!) für eine solche Aufgabe eingesetzt werden soll. Dann hat sie auch keinen Grund mehr zur Scham ...
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