Chaotische Strommarktöffnung in Sicht

publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 17:30 Uhr

Bern - Das Personal des Fachsekretariates der Elektrizitätskommission (ElCom), welche die Entwicklung der Strompreise überwacht, soll auf 18 verdreifacht werden. Dies kündigt der Bundesrat auf eine Anfrage aus dem Nationalrat an.

Die Elektrizitätskommission unter Carlo Schmid soll ausgebaut werden.
Die Elektrizitätskommission unter Carlo Schmid soll ausgebaut werden.
5 Meldungen im Zusammenhang
Nach Meinung von Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL) droht die Strommarktöffnung chaotisch zu verlaufen. Die für die Überprüfung der Tarife zuständige ElCom stehe angesichts der Flut von Einsprachen gegen die Erhöhungen des Strompreises vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

Der Bundesrat teilt diese Meinung. In seiner veröffentlichten Stellungnahme stellt er einen Ausbau des Sekretariates der von Alt-Ständerat Carlo Schmid (CVP/AI) präsidierten ElCom von heute 6 auf 18 Stellen in Aussicht. Auch nach diesem Ausbau habe das Sekretariat eine schlanke Struktur.

Der Übergang von der bisherigen Monopolwelt in ein marktorientiertes System sei für alle Akteure eine grosse Herausforderung, schreibt der Bundesrat. Es wäre vermessen zu meinen, dass dieser Schritt ohne Probleme vollzogen werden könne. Eine Strompreiserhöhung sei absehbar gewesen.

Kein Einfrieren der Strompreise

Ein Hinausschieben der Marktöffung wäre indes nicht hilfreich, da diverse Probleme erst mit der Liberalisierung erkannt und gelöst werden könnten. Ein Einfrieren der Strompreise wäre kontraproduktiv. Denn in einem wettbewerbsorientierten Markt müssten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten.

Vor einer Woche hatte der Bundesrat die Elektrizitätsunternehmen ersucht, die angekündigten Strompreiserhöhungen von bis zu 20 Prozent nochmals eingehend zu überprüfen und allenfalls zu revidieren. Sonst werde das Volk einer völligen Öffnung des Strommarktes ab 2014 nicht zustimmen.

(smw/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Lapsus der Stadtwerke in St.Gallen
In St.Gallen haben die Stadtwerke (SGSW) eine schöne Info-Broschüre zu den neuen Tarifen etc. versandt, es aber unterlassen die Kündigungsfristen und langen Laufzeiten zu deklarieren.

Informiert man sich nun nicht noch zusätzlich, steckt man auf einmal in einem Vertrag der erst wieder in einem Jahr gekündigt werden kann. Ein ärgerlicher Vorfall der einmal mehr wieder zeigt, dass die Stadtwerke, resp. die Stadtbehörden als Besitzer, in vielen Orten in einem Interessenkonflikt stecken.

Die Stadtbehörden sollten die Bürger objektiv über ihre Möglichkeiten informieren, tun es aber nicht, da sie bei einem stadteigenen Betrieb Kunden verlieren könnten. Der Wettbewerb kann so nicht richtig funktionieren.
Wie solls weiter gehen?
Für einen einfachen "Mittelständler" mit vier Kindern wirs immer schwieriger. Bei den ständig steigenden Kosten wie beim Öl. Gas, Krankenkassenprämien, Lebensmitteln und und… bleiben bald einige von uns auf der Strecke. Neben diesen Teuerungen schlagen dann noch der Eigenmietwert und die dermassen hohe Preissteigerung beim Strom zu negativ zu Buche. Überall grosse Worte – alles nur Lippenbekentnisse und keine Taten. Und immer wieder kommen die grossen Worte von denen, die ihre "Schäflein" im Trockenen haben – denen geht der "kleine" Bürger doch am A…sch vorbei. Dazu sollen dies Wortschleudern einmal stehen, dann wird man wenigsten nicht angelogen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der Exportwirtschaft.
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der ...
Publinews Am 14. Mai führte Bundesrat Guy Parmelin Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Exportbranche über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und die Entwicklungen im Bereich des Freihandels. mehr lesen  
Verbände Schon früh hat der sgv vor den finanziellen Folgen einer 13. AHV-Rente gewarnt. Die ... mehr lesen  
Der sgv spricht sich für ein ausgewogenes Gesamtpaket aus, das eine moderate Erhöhung des Rentenalters sowie eine leichte Anhebung der Mehrwertsteuersätze beinhaltet.
Die Verzinsung bietet einen Anreiz, Covid-19-Kredite nicht länger als notwendig zu beanspruchen.
Buchhaltung Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. März 2024 beschlossen, die Zinssätze für die ausstehenden Covid-19-Kredite per 31. März 2024 ... mehr lesen  
Bei einem Treffen am 13. Februar 2024 in Bern diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte, Gemeinden, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der ... mehr lesen  
Teil des Plans ist die Durchmischung von Arbeits- und Wohnzonen sowie eine Überprüfung möglicher höherer Bauprojekte an geeigneten Standorten.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
Basel 12°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen trüb und nass
St. Gallen 9°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen anhaltender Regen
Bern 10°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen trüb und nass
Luzern 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Genf 12°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 15°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten