Chatami zieht Bilanz

publiziert: Mittwoch, 27. Jul 2005 / 17:30 Uhr

Teheran - Der scheidende iranische Präsident Mohammed Chatami hat die Trennung des Islam vom extremistischen Islamismus als die wichtigste Leistung seiner achtjährigen Amtszeit bezeichnet.

Der iranische Ex-Präsident Mohammed Chatami.
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"Meine grösste Errungenschaft in den letzten acht Jahren war es, dem Islam ein neues internationales Gesicht gegeben zu haben und ihn vom Islamismus der Taliban und El Kaidas gelöst zu haben", sagte er auf einer Pressekonferenz in Teheran.

"Ich bin stolz, den Islam als eine Religion präsentiert zu haben, die vereinbar mit Freiheit, Demokratie und Fortschritt ist", sagte Chatami weiter. Am 4. August wird er sein Amt an seinen Nachfolger, den ultrakonservativen Mahmud Ahmadinedschad, abgeben.

Erfolg seiner Aussenpolitik

Als Erfolg seiner Aussenpolitik wertete Chatami eine Politik der Entspannung und des gegenseitigen Respekts. Innenpolitisch bedauerte der Präsident, dass die Unterstützer seines Reformkurses in den Medien nicht die gleichen Chancen erhalten hätten wie ihre konservativen Gegner.

Atompolitik

Zuvor hatte Chatami erklärt, Iran will unabhängig vom Ausgang der Atomverhandlungen mit der EU die sensible Uran-Konversion im zentraliranischen Isfahan wieder aufnehmen.

Die Verhandlungsvorschläge der Europäer berücksichtigten dies "hoffentlich wie vereinbart". "Aber ob das nun enthalten ist oder nicht: Wir werden in Isfahan wieder tätig werden."

Einen Termin dafür nannte er nicht. In den Atomverhandlungen hiess es bisher, die Uran-Konversion solle bis Ende Juli oder Anfang August ausgesetzt bleiben.

In Isfahan wird Uranoxid - so genannter Yellowcake - in die Gase Uranhexafluorid oder Urantetrafluorid umgewandelt, die zur Uran-Anreicherung benötigt werden. Dieses Uran kann als Brennstoff für zivile Atomkraftwerke, aber auch zum Bau von Atombomben verwendet werden.

(bsk/sda)

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