Cicognini klar gescheitert

publiziert: Sonntag, 10. Aug 2008 / 22:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Aug 2008 / 00:29 Uhr

Für Badmintonspielerin Jeanine Cicognini dauerte das Olympia-Turnier nur gerade 52 Minuten. Nach einem lockeren Auftaktsieg scheiterte sie in der zweiten Runde an einer ehemaligen Trainingspartnerin.

Rice jubelt, Cicognini geht.
Rice jubelt, Cicognini geht.
Anna Rice hiess die Spielerin, die Cicognini am Sonntag stark an sich selbst zweifeln liess. «Ich war so schlecht, dass es fast schon peinlich ist», sagte die 21-jährige Oberwalliserin völlig frustriert. «Mich regt nicht auf, dass ich verloren habe, sondern wie ich verloren habe. Wenigstens mehr Gegenwehr hätte ich von mir erwartet.»

Gegen ihre kanadische Gegnerin, in der Weltrangliste als Nummer 32 fast 20 Positionen besser klassiert, brachte sich Cicognini mit vielen Eigenfehlern selber in die Bredouille. Der Grund für die 10:21, 13:21-Niederlage war folglich schnell gefunden.

Wie schon am Samstag gegen die Portugiesin Ana Moura (Weltnummer 53), die sie in nur 21 Minuten 21:9, 21:13 abfertigte, startete Cicognini auch gegen Rice schwach -- in der Zweitrunden-Partie aber mit dem Unterschied, dass sie sich nicht mehr davon erholte.

Rice, mit der Cicognini bei ihrem ersten Auslandaufenthalt in Kopenhagen den Coach geteilt hatte, wartete geduldig auf ihre Chancen. Zudem profitierte sie davon, dass ungemein viele Bälle Cicogninis im Out landeten.

Im ersten Satz ermöglichte die Schweizerin ihrer sehr agilen Gegnerin, der besten Nordamerikanerin im Ranking, sieben der ersten neun Punkte durch mangelnde Präzision. Insgesamt schlug der Shuttle 20 Mal (je zehn Mal in beiden Sätzen) ausserhalb der Linie auf.

«Völlig von der Rolle»

Es passte auch zum misslungenen zweiten Auftritt der Olympia-Debütantin aus Brig, dass sie im zweiten Durchgang früh mit bis zu sechs Zählern Unterschied in Rückstand geriet, auf 12:13 herankam und den möglichen Ausgleich (und die Wende?) mit einem Smash ins Netz vergab.

«Ich habe zu viel riskiert -- und war danach wieder völlig von der Rolle», sagte die (zu) selbstkritische Cicognini. «Es trifft mich sehr, dass ich nicht mehr zeigen konnte.» Erste Frustbewältigung für die Walliserin wird der Besuch von anderen Wettkämpfen und vor allem Sportarten sein.

Wie es mit «Cico» mittelfristig weitergeht, ist völlig unklar. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass noch nicht bekannt ist, ob der internationale Badminton-Verband seinen Stützpunkt in Saarbrücken aufrechterhält.

Im Hinblick auf Peking 2008 waren in der deutschen Stadt die besten nicht-asiatischen Kräfte gefördert worden, um den in Fernost wesentlich stärker forcierten Akteuren die Stirn bieten zu können.

«Ich würde gerne in Deutschland bleiben», sagte Cicognini, die seit knapp drei Jahren im Saarland wohnt und trainiert. Erste Alternative, falls das Zentrum aufgelöst wird, wäre die Rückkehr in die Schweiz an den Stützpunkt in Bern.

Bösiger trifft auf Wacha

Seit Samstag steht derweil der Zweitrunden-Gegner von Christian Bösiger fest. Der Solothurner bekommt es nach einem Freilos in der Nacht auf Montag mit dem Polen Przemyslaw Wacha zu tun. Der kräftige Osteuropäer, die Nummer 13 der Welt, bezwang den Esten Raul Must 21:14, 21:15. Bösiger (Weltnummer 103) ist gegen Wacha krasser Aussenseiter.

(Stefan Baumgartner, Peking/Si)

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