Citigroup-Chef Charles Prince ist zurückgetreten
publiziert: Montag, 5. Nov 2007 / 06:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Nov 2007 / 20:54 Uhr

New York - Die Kreditkrise wirft immer höhere Wellen: Die US-Grossbank Citigroup hat nach dem Rücktritt von Konzernchef Charles Prince neue Rekordabschreibungen in der Höhe von bis zu 11 Mrd. Dollar angekündigt.

Citigroup-Chef Charles Prince wurde Opfer der Hypothekenkrise.
Citigroup-Chef Charles Prince wurde Opfer der Hypothekenkrise.
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Zum Interims-Chef wurde bei einem dramatischen Krisentreffen des Verwaltungsrates der Vorsitzende des Europa-Geschäfts der Citigroup, Sir Winfried Bischoff, berufen. Neuer Verwaltungsratspräsident - der 57-Jährige Prince hatte auch dieses Amt inne - ist der frühere US-Finanzminister Robert Rubin.

Ein vierköpfiges Findungsgremium soll die Nachfolgersuche übernehmen. In Frage kämen interne wie externe Kandidaten, sagte Rubin.

Mit dem Abgang von Prince steht laut Bankexperten auch das Citigroup-Geschäftsmodell eines Allfinanz-Konzerns zur Debatte. Ein neuer Chef müsse womöglich einen Strategiewechsel einläuten für den Giganten. Citigroup hat mehr als 300'000 Beschäftigte in rund 100 Ländern und eine über 2 Billionen Dollar schwere Bilanz.

Weitere Verluste bis zu 11 Mrd.

Die Bank muss nach eigener Schätzung nochmals bis zu 11 Mrd. Dollar (rund 12,7 Mrd. Franken) abschreiben. Vor wenigen Wochen hatte sie bereits wie weltweit auch andere Grossbanken wie UBS und Credit Suisse Wertverluste von rund 6 Mrd. Dollar vermeldet.

Zusätzlich zu den neuen Abschreibungen korrigierte die Citigroup ihr Ergebnis für das vergangene Quartal nach unten. Wegen der Neubewertung von forderungsbesicherten Wertpapieren betrage der Überschuss nur noch 2,21 Mrd. Dollar statt der bislang kommunizierten 2,38 Mrd. teilte sie mit.

Der Druck auf den zurückgetretenen Citigroup-Chef Prince hatte in den vergangenen Wochen stetig zugenommen, nachdem der Aktienkurs in diesem Jahr allein um 30 Prozent eingebrochen war. Grosse Einzelaktionäre forderten zudem Kostensenkungen - dem kam Prince im Frühjahr nach, als er den Abbau von 17'000 Stellen ankündigte.

Zum Abschied wird Prince laut Medienberichten rund 100 Mio. Dollar in bar und Aktienoptionen erhalten - zusätzlich zu seiner Vergütung von rund 53 Mio. Dollar für die vierjährige Amtszeit.

(tri/sda)

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