Contador vor dem Start gelassen

publiziert: Samstag, 4. Jul 2009 / 10:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Jul 2009 / 14:24 Uhr

Für die heute Samtag in Monaco beginnende Tour de France ist Alberto Contador der grosse Favorit. Er sei für die bedeutendste Rundfahrt der Welt motivierter als je zuvor, sagt der Spanier. Den gesteigerten Antrieb begründet Contador teilweise durch die Präsenz von Lance Armstrong im gleichen Team.

Vertrauen ungebrochen: Alberto Contador.
Vertrauen ungebrochen: Alberto Contador.
2007 entschied Contador die Tour de France nach dem Ausschluss von Michael Rasmussen (Dä) eher überraschend für sich. Letztes Jahr musste der Spanier passen, weil das Team Astana als Folge des Dopingfalles Winokurow nicht zur Rundfahrt zugelassen wurde.

Der 1,76 m grosse und 69 kg leichte Contador hielt sich mit Erfolgen im Giro d´Italia und der Vuelta schadlos und zementierte so seinen Ruf als weltbester Etappenfahrer der Gegenwart.

«Ich bin der Favorit»

«Diesmal bin ich der Favorit. Ich bin gut vorbereitet», hielt Contador an einer Pressekonferenz fest. «Mein Vertrauen in unseren Teammanager Johan Bruyneel ist ungebrochen. Wir sind beide schon das dritte Jahr in der gleichen Mannschaft.»

Von den Buchmachern wird Contador mit der bescheidenen Quote von 1,55 gehandelt, und unter den Sportlichen Leitern und den Fahrern gibt es kaum jemand, der nicht ihn als voraussichtlichen Gesamtsieger nennt.

Armstrong als Thema

Gleichwohl wirkte Contador beim Treff mit den Medien beinahe wie ein Statist. Lance Armstrong war zwar nicht anwesend, war aber trotzdem das beherrschende Thema. «Alberto ist unsere unbestrittene Nummer eins», wiederholte Bruyneel. «Es ist immer besser, zwei Karten in der Hand zu haben.

Von Alberto weiss ich, dass er für die Tour bereit ist. Bei Lance bin ich mir nicht ganz so sicher, weil er ein anderes Programm bestritten hat.» Die Situation sei nicht so schwierig, wie sie immer geschildert werde, merkte Contador an.

Das Engagement von Teammanager Johan, Bruyneel und Lance Armstrong im Team Astana könnte früher als erwartet zu Ende gehen. Ab dem 24. Juli ist nämlich Alexander Winokurow nach der Verbüssung seiner zweijährigen Dopingsperre wieder startberechtigt. Der kasachische Nationalheld, der in der Tour de France 2007 mit einer verbotenen Fremdblut-Transfusion erwischt worden ist, bezeichnet die Sportgruppe Astana als «sein Baby», weil er vor drei Jahren massgeblich zur Gründung der Mannschaft beigetragen hat. Bruyneel hatte verschiedentlich durchblicken lassen, er könne sich eine Zusammenarbeit mit Winokurow nicht vorstellen. «Wenn er mich nicht will, dann muss er halt gehen», erklärte «Wino» mit deutlichen Worten.

Finanzielle Unregelmässigkeiten

Lizenznehmer der Sportgruppe ist der kasachische Verband. Dessen Verantwortliche hatten es in den falschen Hals bekommen, als Bruyneel im Juni sagte, falls die finanziellen Unregelmässigkeiten nicht in Ordnung gebracht würden, nehme er den Aufbau einer eigenen Equipe an die Hand. Er habe verschiedene Fehler begangen, die seine Entlassung rechtfertigen, heisst es aus Kasachstan: «Bruyneel ist unser Angestellter. Uns gegenüber hat er mehr Verpflichtungen als Rechte.»

Neuerdings befasst sich Nursultan Nasarbajew, der Präsident der Republik Kasachstan, mit dem Problemfall Profisportgruppe. Sponsoren, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, sollen eliminiert werden. Die Mannschaft wird damit zur Staatsangelegenheit.

Alberto Contador soll die Verlängerung seines Vertrages angeboten werden, und dem Spanier wird die Freiheit eingeräumt, Fahrer seiner Wahl an seiner Seite zu haben. Ab September soll die neue Mannschaft stehen. Bruyneel verwies auf die Meriten, die er sich mit dem Aufbau des Teams erworben hat. Dann folgte ein Seitenhieb: «Die Vorstellungen der Kasachen stimmen nicht immer mit der Realität überein.»

(Toni Nötzli, Monaco/Si)

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