J.K. Rowlings Pottermore lässt absurde Link-Löschanträge stellen
Copyright-Unfug: Harry Potter versus Wikipedia
publiziert: Freitag, 15. Apr 2016 / 19:15 Uhr
Potter: Grund für absurde Link-Löschanträge.
Potter: Grund für absurde Link-Löschanträge.

Menlo Park - Offenbar kämpft Harry Potter neuerdings gegen Wikipedia. Denn das Antipiraterie-Unternehmen Digimarc hat in den vergangenen Wochen im Namen von J.K. Rowlings Publishing-Plattform Pottermore eine Reihe absurder Link-Löschanträge an Google verschickt.

2 Meldungen im Zusammenhang
So hätte der Suchbetreiber aufgrund angeblicher Copyright-Verstösse nicht nur die englische Wikipedia-Seite über Rowling selbst aus seinen Ergebnissen streichen sollen, sondern beispielsweise auch einen Eintrag zu altägyptischer Literatur. Zum Glück pfeift Google auf die Wünsche von Publishern, die allzu hemmungslos Löschanträge stellen.

«Copyright-Verstösse»

Digimarc bietet Dienstleistungen zum Schutz von geistigem Eigentum, wozu auch das Versenden von Link-Löschanträgen nach dem US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) zählt. Oft trifft das legitime Ziele wie illegale Torrent-Seiten. Seit März aber hat das Unternehmen im Namen von Pottermore auch richtig absurde Löschanträge gestellt. So erging an Google mehrmals - ironischerweise auch am 1. April - die Aufforderung, die Wikipedia-Seite zu J.K. Rowling aus den Suchergebnissen zu streichen. Einmal war die Begründung dafür ein angeblicher Verstoss gegen das Copyright für die spanische Fassung von «Harry Potter und der Orden des Phönix».

Ein Löschantrag vom 8. März war indes ein absurder Rundumschlag des Potter-Imperiums, so «TorrentFreak». Demnach hätten nicht nur Wikipedia-Einträge zu autorisierten Produkten wie einem Soundtrack und einem Videospiel aus Googles Suchergebnissen verschwinden sollen. Auch Seiten, die keinerlei offenkundigen Zusammenhang mit Harry Potter haben, waren betroffen - beispielsweise ein Beitrag über altägyptische Literatur oder eine Liste von Standards der Internationalen Elektrotechnischen Kommission.

Fragwürdige Publisher

Das Vorgehen gegen Wikipedia-Seiten ist ein Beleg für ein Problem, auf das Forscher erst kürzlich aufmerksam gemacht haben - nämlich, dass fast ein Drittel aller DMCA-Löschanträge zumindest fragwürdig sind. Pottermore ist mit seinen Wikipedia-Aktionen unter Publishern nicht allein. So hat Harper Collins in jüngster Vergangenheit Löschanträge gegen Einträge beispielsweise über die Fernsehserie «Beverly Hills, 90210» sowie das Filesharing-Protokoll BitTorrent gestellt. Random House wiederum wollte erst Anfang April die Wikipedia-Seite über das vom Verlag publizierte Gore-Vidal-Buch «Hollywood» aus den Google-Ergebnissen streichen lassen.

Der RTL-Mediengruppe war Ende März der deutsche Wikipedia-Beitrag zu «Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei» ein Dorn im Auge. Glücklicherweise hat Google hier ebenso reagiert wie bei überzogenen Wikipedia-Kink-Löschanträgen anderer Publisher. Das Unternehmen kommt offensichtlich ungerechtfertigten Forderungen nicht nach und macht sie im Google Transparency Report zur Wikipedia publik. Dieser zeigt auch, dass absurde DMCA-Löschanträge gegen Wikipedia-Artikel erst seit Ende 2015 häufiger auftreten.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
NFTs werden in einer Blockchain gesichert.
NFTs werden in einer Blockchain gesichert.
Galerien Sogenannte NFTs sind in aller Munde und versprechen neben einem neuen und aufregenden Konzept im Hintergrund auch rasante Wertsteigerungen. Dabei besagt bereits der Name Non-Fungible Token, also «nicht ersetzbares Objekt», was die digitalen Inhalte besonders macht. mehr lesen  
US-Regisseur Quentin Tarantino streitet sich derzeit mit Miramax, der Produktionsfirma seines Erfolgsfilms «Pulp Fiction», um Vermarktungsrechte digitaler NFTs (Non-Fungible Tokens). mehr lesen
Quentin Tarantino als Kopie, Madame Tussauds, Wien.
Transparenz und Einblick in die Besitzverhältnisse dank ReverseWhois-Abfragen auf reversewhois.ch
reversewhois.ch - Neuer Service zum Herausfinden von Domaineigentümern  St. Gallen - Im September lanciert domains.ch, ein Angebot der VADIAN.NET AG, den neuen Service reversewhois.ch um ... mehr lesen  
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen ... mehr lesen  
Bildquelle: http://alphastockimages.com
Hera kann leer etwa eine Stunde lang fliegen, mit einer 2,5 Kilo schweren Kamera etwa 46 Minuten.
eGadgets Faltbare Drohne kann 15 Kilogramm transportieren Realtime Robotics, ein Drohnenhersteller ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 11°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
Basel 13°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt
St. Gallen 11°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
Bern 14°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft bedeckt, wenig Regen
Luzern 15°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
Genf 15°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft bedeckt, wenig Regen
Lugano 18°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten