Couchepin gegen Instrumentalisierung der Kultur

publiziert: Samstag, 19. Feb 2005 / 11:21 Uhr

Bern - Bundesrat Pascal Couchepin will nicht, dass die Politik in Kulturinhalte eingreift. Aus seiner Sicht ist es auch falsch, Kultur für politische Zwecke einzusetzen.

Bundesrat Couchepin stellt sich mit seiner Meinung gegen Micheline Calmy-Rey.
Bundesrat Couchepin stellt sich mit seiner Meinung gegen Micheline Calmy-Rey.
Er stellt sich damit gegen Aussenministerin Michelin Calmy-Rey. Der FDP-Bundesrat spüre bei seiner Kollegin im Aussendepartement das Bedürfnis, Macht über die Kultur zu gewinnen, sagt Couchepin in einem im Tages-Anzeiger vom Samstag erschienenen Interview. Micheline Calmy-Rey wolle die Kultur als Vektor der Aussenpolitik instrumentalisieren.

Kulturelle Projekte sollen sich demnach direkt an der Schweizer Friedenspolitik, an der Unterstützung der Menschenrechte und an einer Politik der Nachhaltigkeit orientieren. Das gehe ihm zu weit, sagt Couchepin: Ich finde, dass man das im Bundesrat diskutieren sollte.

Keinen Einfluss auf Inhalte

Kultur sei immer von der Macht instrumentalisiert worden, sagt Pascal Couchepin. Doch in einer entwickelten und pluralistischen Gesellschaft muss sich die Politik von den Inhalten der Kultur fern halten und auch der Gesellschaft mehr Freiheit gewähren.

Die Schweiz profitiert aus Sicht des Kulturministers vom kulturellen Schaffen. Eine aktive Kulturszene sei wichtig für die Ausstrahlung eines Landes oder einer Stadt. Couchepin stellt sich zudem hinsichtlich der Kritik bürgerlicher Parteien hinter Pro-Helvetia-Präsidentin Yvette Jaggi. Er halte die Attacken für ungerecht.

(mo/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs Schweiz» kommt es in 20% der Fälle zu einer endgültigen Ablehnung.
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs ...
Versicherungen Der Bundesrat sieht sich nicht veranlasst, die Einzelvergütung von Medikamenten speziell bei krebskranken Kindern zu verbessern. Seiner Einschätzung, die Krankenversicherer würden den jährlich rund 270 eingereichten Gesuchen für eine Kostengutsprache nahezu zu hundert Prozent entsprechen, widerspricht der Dachverband «Kinderkrebs Schweiz». mehr lesen  
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über ... mehr lesen  
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2022  Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2022 92'511 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'493 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 2,1% im Mai 2022 auf 2,0% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 39'310 Personen (-29,8%). mehr lesen  
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 7°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 7°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 13°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 12°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten