Couchepin propagiert nachhaltige Familienpolitik

publiziert: Dienstag, 31. Aug 2004 / 20:44 Uhr

Bern - Das Familienbild in der Schweiz hat sich stark verändert: Kinderlose Haushalte nehmen zu, immer mehr Mütter sind erwerbstätig und familienergänzende Kinderbetreuung wird stets beliebter. Bundesrat Couchepin plädiert für eine nachhaltige Familienpolitik.

Couchepin will, dass die Familienfreundlichkeit von Gemeinden bewertet wird.
Couchepin will, dass die Familienfreundlichkeit von Gemeinden bewertet wird.
Es gehe darum, das Familienleben auch in 20 Jahren noch lebbar zu machen, sagte Bundesrat Pascal Couchepin laut Redetext vor den Medien auf der St. Petersinsel im Bielersee.

Wichtigstes Element einer nachhaltigen Familienpolitik sei, Berufs- und Familienalltag miteinander vereinbar zu machen. Prioritär sind für Couchepin mehrere Massnahmen. So brauche es möglichst überall Blockzeiten für Kindergarten und Schule.

Auch eine frühere Einschulung sowie Kinderkrippen sind für den Innenminister sinnvoll. Weitere Eckpfeiler seien die Schaffung einer kantonalen Konferenz der Familiendirektoren, die sich nur um Familienfragen kümmert.

Zudem soll die Familienfreundlichkeit von Gemeinden bewertet werden und die Unternehmen in die Familienpolitik involviert werden.

Couchepin stellte auch den Familienbericht 2004 vor, der von den Bundesämtern für Sozialversicherung und Statistik aufgrund einer Empfehlung des Ständerats erarbeitet wurde.

Heute gibt es laut dem Bericht ein Drittel mehr Haushalte als 1970. Diese Zunahme ist auf die kinderlosen Haushalte zurückzuführen, die sich fast verdoppelt haben. Die Anzahl der Haushalte mit Kindern ist dagegen konstant geblieben.

In den Familien leben im Schnitt knapp zwei Kinder, wobei verheiratete Eltern tendenziell mehr Kinder haben als Alleinerziehende und unverheiratete Paare.

Mütter sind heute auch häufiger erwerbstätig. Zwei Drittel der Frauen mit kleinen Kindern gehen einem Verdienst nach. Erreichen die Kinder das Schulalter, sind es drei Viertel.

Ein Drittel der Haushalte mit Kindern nimmt familienergänzende Kinderbetreuung in Anspruch. Das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Für sein Bekenntnis zur Einführung des Mutterschaftsurlaubs erhielt Couchepin generell Zuspruch. Auch sonst kamen die Publikation des Familienberichtes und seine Vorschläge mehrheitlich gut an.

(rr/sda)

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