Couchepin verteidigt die Schweizer Drogenpolitik

publiziert: Donnerstag, 16. Okt 2003 / 20:49 Uhr

Bern - Heroinabgabe und bald legales Kiffen: An der europäischen Ministerkonferenz über Drogen in Dublin hat Bundespräsident Pascal Couchepin die Schweizer Drogenpolitik verteidigt. Sie biete Lösungen, die sich an der Realität orientieren.

Pascal Couchepin sprach in Dublin. (Bild: Archiv)
Pascal Couchepin sprach in Dublin. (Bild: Archiv)
Die Schweizer Drogenpolitik appelliere an die Eigenverantwortung des Einzelnen und habe ihre Wurzeln in einem liberalen Konzept des Staates, sagte Couchepin vor den Ministern der Gruppe Pompidou.

Verschiedene europäische Staaten hatten die Schweiz für ihre Drogenpolitik in der Vergangenheit heftig kritisiert. Sie vertreten eine repressive Drogenpolitik mit dem Ziel der totalen Abstinenz. Innenminister Couchepin vertrat dagegen die Ansicht, es sei unrealistisch eine drogenfreie Gesellschaft zu wollen.

Die Schweiz hat dagegen - neben dem Einsatz durch Polizei und Gerichte gegen den Konsum und den Handel und der klassischen Therapie - weitere Instrumente entwickelt wie die Heroinabgabe an Schwerstsüchtige, Methadonprogramme und Fixerstuben mit Spritzenabgabe.

Ziel der Schweizer Politik bleibe die Abstinenz von Drogen, versicherte Couchepin vor den Ministern. Man versuche jedoch die Gesundheit der Drogenkonsumenten zu schützen, auch während sie Drogen konsumierten.

Couchepin verteidigte auch den Plan des Bundesrates, den Cannabiskonsum zu entkriminalisieren. Es sei klüger, einen begrenzten Cannabis-Markt zu tolerieren als vergeblich zu versuchen, die ganze Cannabis-Produktion und den Handel zu bekämpfen, argumentierte der Bundespräsident.

Der Gruppe Pompidou gehören 34 europäische Länder an. Alle drei Jahre kommen deren Justiz- und Gesundheitsminister zusammen. Ziel ist es, den Kampf gegen den Drogenkonsum und den Handel europaweit zu koordinieren.

Couchepin nutzte die Reise nach Dublin auch, um sich mit einer Vertreterin der irischen Regierung zu treffen. Mit Vizepremiermisterin Mary Harney erörterte Couchepin das Verhältnis der Iren und der Schweizer zu EU.

(bert/sda)

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