Crossair-Prozess: Suter und Dose weisen Vorwürfe zurück
publiziert: Montag, 5. Mai 2008 / 06:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Mai 2008 / 16:11 Uhr

Bellinzona - Crossair-Gründer Moritz Suter und der ehemalige Firmenchef André Dose fühlen sich nicht verantwortlich für den Flugzeugabsturz von Bassersdorf. Sie wiesen den Vorwurf der fahrlässigen Tötung vor dem Bundesstrafgericht zurück.

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Bei dem Absturz des Jumbolino im Landeanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten waren am 24. November 2001 insgesamt 24 Personen, darunter die beiden Piloten, ums Leben gekommen. Neun Menschen überlebten wie durch ein Wunder.

Suter, Dose und vier weitere Kaderleute der Crossair waren für diese Katastrophe mitverantwortlich, behauptet die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage.

Sie wirft Suter vor, eine aggressive Expansionspolitik unter Inkaufnahme der Gefährdung der Flugsicherheit gefordert und zugelassen zu haben.

Suter widersprach dieser Darstellung. Die Sicherheit sei stets das oberste Gebot der Firma gewesen, sagte er vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Er habe sich immer bemüht, die Sicherheitsaufgaben kompetenten und erfahrenen Leuten anzuvertrauen.

Ins selbe Horn stiess Dose: Er habe als Firmenchef eine Kultur der Sicherheit gefördert, sagte er.

Dafür habe er sowohl finanzielle als auch personelle Mittel zur Verfügung gestellt. In der Statistik der Zwischenfälle habe die Crossair die Zielvorgaben oft überboten.

Urteil voraussichtlich am 16. Mai

Überdies hat Dose eigenen Angaben zufolge oft an Treffen mit Vertretern des Bundesamtes für Zivilluftfahrt teilgenommen, an denen das Thema Flugsicherheit auf der Traktandenliste stand.

Diese Woche will das Bundesstrafgericht Zeugen zum Sachverhalt befragen. Nächste Woche stehen die Plädoyers auf dem Programm. Das Urteil wird voraussichtlich am 16. Mai verkündet.

(rr/sda)

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