US-Bundesstaat Wisconsin
Cruz und Sanders fahren wichtige Siege ein
publiziert: Mittwoch, 6. Apr 2016 / 06:26 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Apr 2016 / 07:57 Uhr

Madison - Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Wisconsin haben sich die Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur am Mittwoch nicht durchsetzen können. Bei den Demokraten siegte Bernie Sanders, bei den Republikanern Ted Cruz.

6 Meldungen im Zusammenhang
Cruz führte Donald Trump damit eine empfindliche Niederlage zu: Der Senator von Texas lag nach Auszählung von etwa der Hälfte der Stimmen mit 52 Prozent satte 20 Punkte vor dem Milliardär. Sanders gewann ebenfalls deutlich gegen Ex-Aussenministerin Hillary Clinton: Er führte bei etwa der Hälfte der ausgezählten Stimmen mit rund 54 zu 46 Prozent.

Trumps deutliche Niederlage nährt bei seinen Gegnern die Hoffnung, dass sein seit Monaten andauernder Höhenflug doch noch gestoppt werden kann. Insgesamt führt der Immobilienunternehmer und Reality-TV-Star bei der Summe der Delegierten zwar klar. Die Schlappe in Wisconsin erschwert es ihm aber deutlich, vor der entscheidenden Parteiversammlung in Cleveland die nötige Zahl der Delegierten zu sammeln. Eine Kampfabstimmung im Juli wird damit immer wahrscheinlicher, denn auch Konkurrent Cruz wird vorher keine Mehrheit der Delegierten erreichen.

John Kasich, dritter Bewerber der Republikaner und Gouverneur in Ohio, lag in der Auszählung mit rund 14 bis 15 Prozent abgeschlagen hinter Cruz und Trump. Er hofft dennoch auf eine entscheidende Rolle auf dem Parteitag.

Clinton nach wie vor vorn

Bei den Demokraten ändert die Niederlage Clintons an ihrer Favoritenrolle insgesamt wenig. Clinton hat bei den Delegierten auch die sogenannten Super-Delegierten auf ihrer Seite, stimmberechtigte Parteigrössen, die von keiner Vorwahl abhängig sind.

Wisconsin ist allerdings Clintons sechste Vorwahlschlappe in Folge - Konkurrent Sanders hofft, daraus Profit zu ziehen. Dem 74 Jahre alten Senator von Vermont gibt sein Sieg neuen Auftrieb.

Wisconsin war der einzige US-Staat, in dem am Dienstag Vorwahlen abgehalten wurden. Der Staat hat 5,7 Millionen Einwohner und liegt nördlich von Chicago am Lake Michigan.

Warten auf den Parteitag

Nach seinem ebenso unerwarteten wie lang anhaltenden Höhenflug war es für Trump zuletzt nicht gut gelaufen. Der 69-Jährige hatte sich mit einer Reihe von Aussagen zur Innen-, Aussen- und Sozialpolitik selber grosse Probleme gemacht.

Die Republikaner bleiben über den Quereinsteiger Trump tief gespalten. Das Partei-Establishment versucht weiter, ihn als Kandidaten zu verhindern und ist dafür sogar bereit, auf den mehr als unbeliebten Senator Cruz zu setzen.

Die Vorwahlen sind parteiinterne Abstimmungen, bei denen Republikaner und Demokraten ihre Bewerber auswählen. Die beiden Spitzenkandidaten werden auf Parteitagen gekürt.

(cam/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Der demokratische ... mehr lesen
Bernie Sanders möchte sich ganz auf die Vorwahlen in Kalifornien konzentrieren.
Casper - Im Rennen um die ... mehr lesen
Cheyenne - US-Senator Bernie ... mehr lesen
Los Angeles - Amerikaner bekommen von der beliebten Dating-App Tinder die Möglichkeit, sich symbolisch mit den Kandidaten für die bevorstehende Präsidentschaftswahl verkuppeln zu lassen. mehr lesen
Washington - Donald Trump hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - Bei den US-Vorwahlen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 4°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Basel 3°C 5°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
St. Gallen 1°C 3°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
Bern 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Luzern 3°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Genf 3°C 6°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Lugano 6°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten