Dänischer Geschäftsmann im Irak entführt

publiziert: Freitag, 16. Apr 2004 / 13:13 Uhr

Bagdad - In Irak ist ein dänischer Geschäftsmann von kriminellen Wegelagerern entführt worden. Das meldete der dänische Sender DR1. Das dänische Aussenministerium bestätigte die Entführung, wollte aber zu Einzelheiten keine Angaben machen.

Dänemark stellt Besatzungstruppen im Süden des Landes.
Dänemark stellt Besatzungstruppen im Süden des Landes.
Wie DR1 weiter berichtete, hat die Entführung bei einer Autofahrt von Basra nach Bagdad zur Erpressung von Lösegeld nach bisherigen Erkenntnissen keinen politischen Hintergrund. Dänemark hatte sich an der Seite der USA militärisch am Irak-Krieg beteiligt und stellt Besatzungstruppen im Süden des Landes.

In der westirakischen Stadt Falludscha wurden in der Nacht bei einem US-Angriff auf mutmassliche Aufständische nach unterschiedlichen Angaben zwischen 6 und 15 Iraker getötet. Augenzeugen berichteten am Morgen von einem neuen Angriff.

Bei einer Attacke auf einen Konvoi der US-Armee zwischen Falludscha und El Habanija habe es Opfer auf amerikanischer Seite gegeben, erklärte ein Augenzeuge. Dies wurde von der US-Armee nicht bestätigt.

Der Rat der Religionsgelehrten erklärte in Bagdad, die Einwohner Falludschas hielten sich an die Waffenruhe. Die US-Truppen verübten dagegen täglich neue Massaker in der Stadt.

Nach Angaben von Ärzten starben bei einer Attacke auf einen Stützpunkt der spanischen Truppen in Nadschaf in der Nacht drei Iraker. Zehn Menschen seien verletzt worden, als die Soldaten das Feuer erwidert hätten.

Die US-Armee verteilte in der Pilgerstadt Flugblätter auf denen sie erklärte, der radikale Schiiten-Prediger Muktada el Sadr stehe ausserhalb des Gesetzes und müsse bestraft werden. Sie forderte die Milizionäre von El Sadrs Mahdi-Armee auf, Nadschaf zu verlassen und ihre Waffen niederzulegen.

(bsk/sda)

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