Daniela Meuli im Goldrausch

publiziert: Mittwoch, 19. Jan 2005 / 23:39 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Jan 2005 / 07:37 Uhr

Am vierten Tag der Snowboard-WM in Whistler Mountain (Ka) sicherte Daniela Meuli der Schweizer Equipe die erste Goldmedaille: Die 22-jährige Davoserin dominierte den Parallel-Slalom der Frauen und gewann ihren ersten Titel auf höchster FIS-Ebene.

Daniela Meuli polierte die moderate Schweizer Leistung auf.
Daniela Meuli polierte die moderate Schweizer Leistung auf.
In der letzten Saison hatte Meuli den Weltcup nach Belieben beherrscht. Acht von 16 Rennen gewann sie, 13-mal schaffte sie den Vorstoss unter die Top 3. Nun folgte für die Gesamtweltcup-Siegerin einen Winter später die Krönung ihrer fantastischen Serie.

So souverän wie sich die Sportstudentin im Dauerregen den Weg zum Final geebnet hatte, so eindrücklich klar hatte sie im Kampf um Gold ihre österreichische Rivalin Heidi Neururer im Griff.

Im ersten Final-Run legte die grossgewachsene Bündnerin mit einer makellosen Leistung die Basis zum vierten Alpin-WM-Titel der Schweizer innerhalb von fünf Jahren. Meuli konnte es sich dank einem satten Vorsprung von 77 Hundertstel-Sekunden gar leisten, die Reserve im zweiten Umgang zu verwalten und den "Sieg" im letzten Teilabschnitt der Kontrahentin zu überlassen.

Der Goldspur Meulis vermochte der Rest der Swiss-Ski-Mannschaft ausser Simon Schoch (4.) bei den Männern niche mehr zu folgen; schon gar nicht Ursula Bruhin (9.), die in der kanadischen Station ein zweites Mal schwer enttäuschte. Für die vierfache Weltmeisterin bedeutete der Achtelfinal Endstation.

Eiselin früh out

Knapp 24 Stunden nach seiner Silbermedaille im Parallel-Riesenslalom überstand Urs Eiselin an der WM in Whistler (Ka) Slalom den Cut nicht. Der 28-jährige Luzerner stürzte im zweiten Qualifikationslauf und verpasste als 26. die Finalläufe.

Nach zweitbester Zeit im ersten Run wurden Eiselin die im Vergleich zum Vortag noch schlechteren Schneeverhältnisse zum Verhängnis.

Wegen seiner "runden" Fahrweise hängte er im unteren Streckenteil mit der vorderen Brettkante im durchweichten Schnee ein und kam zu Fall. Am Ende fehlten Eiselin zum Einzug in die K.o.-Läufe knapp zwei Sekunden.

Für Philipp Schoch endete die WM mit einem halben Salto in den Nassschnee. Im Gegensatz zum Vortag hatte der Olympiasieger zwar die Qualifikation und die erste Runde überstanden, danach lag der der stilsichere Franzose Nicolas Huet indes ausser Reichweite.

Dem doppelten Parallel-Slalom-Champion erwuchs indes wenig Widerstand, weil Philipp Schoch gleich zweimal stürzte und ähnlich wie vor zwei Jahren aus der Position der Formstärke heraus nichts erreichte.

Wesentlich besser schnitt Schochs Bruder Simon ab. Der Qualifikations-Zweite vermochte sich unter Druck erneut erheblich zu steigern und stiess mit starken Runs in die Halbfinals vor, wo ihm Riesenslalom-Weltmeister JJ Anderson die Gold-Pläne durchkreuzte.

Nach der Silber- und Bronze-Medaille vor zwei Jahren verpasste der Zürcher Oberländer die obersten Podestplätze nur um Haaresbreite; im "kleinen" Final blieb er gegen den Weltklasse-Fahrer Sigi Grabner chancenlos. Roland Haldi schied nach dem Vorprogramm bereits im Achtelfinal aus.

Bruhin abermals gescheitert

Im Frauen-Tableau erlebte Ursula Bruhin innerhalb kurzer Zeit ein zweites Fiasko. Am Vortag war die bald 35-jährige Weltcup-Leaderin im Viertelfinal gescheitert, nun schied sie im Dauerregen von Whistler bereits eine Runde früher gegen die Italienerin Marion Posch aus.

Nach einem schweren Fahrfehler im zweiten Run war für die vierfache Weltmeisterin und grosse Dominatorin der letzten WM in Kreischberg die Medaillen-Chance dahin.

Noch in der Qualifikation hatte nichts auf ein frühzeitiges Out von Bruhin hingedeutet. Die routinierteste Fahrerin im Weltcup qualifizierte sich mit der zweitbesten Zeit souverän für das Feld der besten 16.

Allein den miserablen Wetterverhältnissen wird sie den Grund für das Scheitern nicht zuschieben können. Erstmals seit der verpassten Olympia-Qualifikation vor drei Jahren in Grindelwald litt die Teamleaderin wieder unter Nervenschwäche.

Whistler (Ka). WM. Parallel-Slalom. Final.
Männer: 1. Jasey Jay Anderson (Ka). 2. Nicolas Huet (Fr). 3. Siegfried Grabner (Ö). 4. Simon Schoch (Sz). 5. Philipp Schoch (Sz). 6. Harald Walder (Ö). 7. Dieter Krassnig (Ö). 8. Charlie Cosnier (Fr). 9. Andreas Prommegger (Ö). 10. Daniel Biveson (Sd). 11. Roland Haldi (Sz). Ferner, in der Qualifikation gescheitert: 26. Urs Eiselin.

Frauen: 1. Daniela Meuli (Sz). 2. Heidi Neururer (Ö). 3. Doresia Krings (Ö). 4. Rosey Fletcher (USA). 5. Julie Pomagalski (Fr). 6. Sara Fischer (Sd). 7. Tomoka Takeuchi (Jap). 8. Marion Posch (It). 9. Ursula Bruhin (Sz). Ferner, in der Qualifikation gescheitert: 20. Fränzi Kohli.

(rr/Si)

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