Das Blutbad vom 27. September 2001 - Die Chronik der Ereignisse
publiziert: Montag, 22. Sep 2003 / 09:39 Uhr

Zug - Noch hatte man sich nicht vom Attentat auf das World Trade Center in New York erholt, als auch in der Schweiz das scheinbar sichere Fundament ins Wanken geriet. Das Zuger Attentat vom 27. September 2001 zerstörte allfällige idyllische Vorstellungen.

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Es war ein schöner Herbsttag, als der Zuger Kantonsrat zu seiner monatlichen Sitzung zusammenkam. Für den Nachmittag war ein gemeinsamer Ausflug des Parlaments vorgesehen. Doch um 10.30 Uhr wurden alle Pläne zunichte gemacht.

Der 57-jährige Friedrich Leibacher, ein notorischer Querulant, stürzte als Polizist verkleidet in den Kantonsratssaal und begann mit mehreren Waffen wild um sich zu schiessen. Innert kürzester Zeit richtete er ein Blutbad an und verwüstete den Saal.

Vierzehn Menschen hatte er getötet, bevor er sich selbst erschoss: zwei Regierungsräte und eine Regierungsrätin, neun Kantonsräte und zwei Kantonsrätinnen. Fünfzehn Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen sehr schwer. Zwei erlitten bleibende Beeinträchtigungen.

Der Täter handelte offenbar aus Rache. Ausgehend von einem Streit mit einem Zuger Buschauffeur hatte sich Leibacher in eine jahrelange Auseinandersetzung mit den Zuger Behörden verbissen, die wahnhafte Züge annahm. Der Erfolg blieb aus und so schritt der gewaltätige Leibacher zur Selbstjustiz.

Nach dem Attentat war die Zuger Regierung nicht mehr beschlussfähig. Drei Mitglieder waren tot, zwei waren schwer verletzt, eines stand unter Schock. Blieb nur noch ein Regierungsrat übrig: Robert Bisig.

Knapp zwei Wochen nach dem Attentat nahm die Regierung mit drei neuen Mitgliedern ihre Arbeit wieder auf. Bei den Neuen handelte es sich um jene, die beiden Wahlen von 1999 die besten Resultate der Nichtgewählten auf den jeweiligen Listen erzielt hatten.

(fest/sda)

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