Das Duell um die Nummer 1 bei der Dernière

publiziert: Samstag, 16. Okt 2004 / 08:31 Uhr

Das Duell um die Nummer 1 zwischen Lindsay Davenport (USA) und Amélie Mauresmo (Fr) steht im Mittelpunkt der am Sonntag in Kloten beginnenden Swisscom Challenge. Der Fokus ist aber auch auf Timea Bacsinszky (Sz) gerichtet, die sich dank einer Wildcard erstmals auf höchstem Niveau mit der Elite messen kann.

Lindsay Davenport reist zur Dernière in Kloten -- im kommenden Jahr wird das Tier-I-Turnier (höchste Kategorie nach den Grand-Slam-Events) erstmals im renovierten Zürcher Hallenstadion ausgetragen -- als neue Leaderin des Rankings.

Die 28-Jährige aus Kalifornien führt ein Teilnehmerfeld der Superlative an. 15 Akteurinnen aus den Top 20 werden erwartet. Von den Top Ten fehlen allerdings die diesjährigen Grand-Slam-Turniersiegerinnen Justine Henin-Hardenne (WTA 3), Anastasia Myskina (WTA 4) und Swetlana Kusnezowa (WTA 5).

Dagegen tritt Wimbledon-Königin Maria Scharapowa in Kloten zum ersten Mal an, und -- so hoffen die Organisatoren -- auch Serena Williams wird erstmals seit 1997 (damals nur in der Qualifikation) in die Schweiz reisen. Bis jetzt hat die eigenwillige ehemalige Nummer 1 jedenfalls noch nicht abgesagt.

Advantage Davenport

Um die Leaderposition im Ranking kämpfen allerdings Davenport und Mauresmo. Die Chancen, dass die Amerikanerin die Führung auch am Schluefweg verteidigen kann, stehen gut. Weil sie im Vorjahr in Kloten nicht angetreten war, wird sie die Punkte quasi brutto verbuchen können.

Mauresmos Hürde aus dem Vorjahr ist zwar auch nicht überaus hoch (Achtelfinal-Qualifikation), doch tut sich die Französin im Norden Zürichs gewöhnlich schwer, "obwohl ich mich da immer wie zuhause gefühlt habe."

Noch nie hat sie bei den Swisscom Challenge die Viertelfinals erreicht. Und auch hinter dem Formstand der 25-Jährigen ist ein Fragezeichen zu setzen. In dieser Woche musste Mauresmo auf das Turnier von Moskau verzichten, nachdem sie vor wenigen Tagen in Filderstadt eine Oberschenkelzerrung erlitten hatte.

Davenport und die Schweiz

Davenport dagegen eilte in der zweiten Saisonhälfte (ausser bei den US Open) von Erfolg zu Erfolg. Fünf der letzten sechs Turniere hat die Amerikanerin gewonnen. Nun sitzt sie also erstmals seit Januar 2002 auf dem Thron des Rankings. Allerdings kommt Davenport nicht zum ersten Mal als Branchenleaderin nach Kloten.

Vor sechs Jahren, am 14. Oktober 1998, am Tag bevor das Turnier am Schluefweg quasi über Nacht von den European Championship zur Swisscom Challenge, bestritt Davenport ihre erste Partie als Nummer 1 der Weltrangliste und gewann gegen die französische Qualifikantin Julie Halard Decugis. Nicht erst seit diesem Tag hat Davenport eine besondere Beziehung zur Schweiz. 1993 gewann sie in Luzern ihr erstes WTA-Turnier -- wenige Tage vor ihrem 17. Geburtstag.

Bacsinszky wie Hingis?

Wie Davenport will auch auch Timea Bacsinszky (WTA 238) eine grosse Karriere in der Schweiz lancieren. Die 15-jährige Waadtländerin erhielt eine Wildcard und kann sich nun mit den Besten auf höchstem Niveau messen. "Vielleicht kommt dies etwas früh. Aber Timea kann unbeschwert aufspielen, sie hat nichts zu verlieren", sagte Turnierdirektor Beat Ritschard. "Wir geben ihr gerne die erste Chance, auf höchstem Niveau ihre Möglichkeiten auszuloten."

Bacsinszky hatte auf der WTA-Tour zwar ihre Feuertaufe bereits im letzten Mai in Strassburg (Niederlage gegen Akiko Morigami), doch erst jetzt, beim heimischen Turnier in Kloten, wird dem Auftritt der talentierten Westschweizerin medial grosse Beachtung geschenkt.

Eine ähnliche Rolle war vor genau zehn Jahren, damals noch in der Zürcher Saalsporthalle, Martina Hingis zugedacht. Die Premiere der damals 14-jährigen Trübbacherin auf der WTA-Tour verfolgten 240 Journalisten und 4500 Zuschauer in der ausverkauften Halle. Hingis bestand diesen ersten Test mit Bravour und gewann gegen Patty Fendick 6:4, 6:3.

Schnyder: Hoffen auf einen Exploit

Erfolge erwarten die Schweizer Fans aber vorab von Patty Schnyder (WTA 15). Die letzten Resultate lassen indes nicht viel Spielraum für Optimismus offen. Die 25-jährige Baselbieterin reist mit nur einem Sieg in europäischen Hallen in diesem Herbst nach Kloten. An Mauresmo (in Filderstadt) und Jelena Dementjewa (in der Startrunde in Moskau) scheiterte sie jeweils klar.

Doch war Schnyder in den letzten Tagen auch durch eine Grippe geschwächt. Auf einen Exploit am Schluefweg, im Stadion ihres Eishockey-Lieblingsvereins, können die Fans gleichwohl hoffen. Vor zwei Jahren hatte sie vor den Swisscom Challenge sogar keinen Sieg in der Halle erreicht -- und letztlich in Kloten als erste ungesetzte Spielerin triumphiert.

(von Stefan Wyss/Si)

 
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