Das Phantom «Eigenverantwortlichkeit»
publiziert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 10:46 Uhr

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Wenn der Staat versucht, in das Leben von Bürgern einzugreifen, um sie zu einer gesünderen Lebensführung anzuhalten, wird als Killerargument jedes Mal die Eigenverantwortung vorgebracht, die man als erwachsener Mensch habe.

Fragt sich einfach, ob die meisten Leute, die dieses Wort um sich schleudern, wissen, was es bedeutet und ob es in den meisten angeführten Zusammenhängen überhaupt angebracht ist. In einer kürzlich vom Autor (Nichtraucher) geführten Diskussion um die Rauchverbote in Restaurants befand der andere Diskutant (Raucher), dass man es dem Raucher und seiner Selbstverantwortung überlassen könne und Vorschriften unnötig seien.

Der Einwand, dass es vor allem um die Nichtraucher gehe, die man vor dem Qualm schützen wolle, wurde wiederholt ignoriert. Soweit, so normal. Doch diese Person, die seit Jahren unter diversen Gesundheitsproblemen leidet, die mit dem Rauchen zusammenhängen dürften, ignoriert auch dies geflissentlich, nimmt teure medizinischen Leistungen in Anspruch und kostet auch den Arbeitgeber durch viele, krankheitsbedingte Fehlzeiten Geld. Betrachtet man diese Faktoren, muss man sich fragen, ob Raucher wirklich eigenverantwortlich handeln, das heisst, die Folgen ihrer Sucht gegenüber der Gesellschaft aus eigenen, freien Stücken tragen.

Oder wie steht es mit rauchenden Familienvätern und- müttern? Selbst wenn sie, was den Passivrauch angeht, ihren Kindern gegenüber verantwortlich handeln: Was passiert wenn Sie als Folge des Rauchens vorzeitig sterben und Ehepartner und Kinder zurücklassen? Wer kann diese Verantwortung wirklich tragen?

Doch lassen wir den blauen Dunst zurück. Es gibt ein neues Reizthema, dass immer häufiger in die Schlagzeilen kommt: Das epidemische Übergewicht in all jenen Gesellschaften, welche die Segnungen unseres Lebensstils angenommen haben. Auch hier wieder der gleiche Sermon: Jeder sei selber für sein Gewicht und die Folgen daraus verantwortlich.

Doch den Preis dafür vermag kaum einer selbst zu zahlen: Gefässerkrankungen und die sogenannte Altersdiabetes sind selbst in Altersgruppen, bei denen diese Krankheiten früher praktisch unbekannt waren, stark verbreitet. Und es wird immer schlimmer: Selbst Neugeborene leiden unterdessen häufig an Übergewicht. Speziell die Kinder von selbst schwergewichtigen Müttern kommen vielfach mit mehr als 4,5 kg zur Welt.

Dies allein würde ja nur die Geburt erschweren (was an sich schlimm genug ist), doch vielfach leiden diese Riesenzwerge an Stoffwechselstörungen und sind durch ein falsch programmiertes Hirn fast verdammt zu einem ungesunden Leben mit einem wahrscheinlichen frühen Tod. Die Tatsache, dass die Eizellen einer Frau bereits während der Embrionalzeit gebildet werden, macht die ganze Sache doppelt dramatisch: Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sogar die Enkelkinder Jahrzehnte vor ihrer Zeugung bereits gefährdet werden.

Kommt hinzu, dass viele Kinder, die im Mutterleib eigentlich gar nicht falsch 'programmiert' wurden, durch den trägen Lebensstil und die falsche Ernährung im Elternhaus ihren Körper schon vor der Pubertät ruinieren. Die gesundheitlichen Leiden dieser Personen wären an sich schon schlimm genug. Die Kosten die der Gesellschaft daraus noch entstehen werden, dürften gigantisch sein. Wer für diese Dinge die Verantwortung übernehmen soll, erhebe seine Hand...

Dies sind nur zwei Beispiele, die aufzeigen, wie dünn das Eigenverantwortlichkeitsargument plötzlich wird, wenn man es in der wirklichen Welt auf die Probe stellt. Es wäre daher schön, wenn in diesen Diskussionen auf dieses Modewort verzichtet und sich endlich offen eingestanden würde, dass man sich einen Dreck um die Konsequenzen für einen selbst und vor allem für alle anderen kümmert.

(von Patrik Etschmayer/news.ch)

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Und die Eigenverantwortlichkeit der Raucher?
Die ist jetzt zumindest in Frage gestellt. Heute in der NZZ stehts: Raucher sind berauscht und können nicht ganz voll für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden.
Nikotin besetzt kompetitiv im Hirn die Azetylcholinrezeptoren. Die Folgen davon sind noch nicht bis in alle Einzelheiten geklärt, aber die Sucht ist wie bei anderen Rauschmitteln halt doch das entscheidende Element. Na. was ist nun mit dem Vergleich mit der Toxoplasmose?
Wie sonst könnte man sich erklären, dass Raucher trotz allen Erkenntnissen über die Schädlichkeit des Rauchens noch an Ihrem Glimmstengel hängen und ihr Tun auch logisch zu begründen suchen?
Das Volk als Vieh
Klar doch. Pferchen wir das Volk in Ställe, dann kann man es jeglicher Eigenverantwortung entbinden. Weit weg von dem sind wir eh nicht.

Noch nie etwas dämlicheres gelesen.
Praktischer Nutzen?
Wem nützte es, dass Ospel mit seinen Unterschriften die Verantwortung für die faulen Geschäfte übernahm?
Meiner Erfahrung nach nach wird die Verantwortung zumeist an den nächst höheren Vorgesetzten, Führer, Duce, Blocher übergeben. Dann ist man persönlich fein raus! Wenn's schief geht, dann ist man in Deckung. Und die Grossen werden selten zur Rechenschaft gezogen. Meist sterben sie vorher.
Allenfalls für den persönlichen Bereich kann man vielleicht Verantwortung übernehmen, da muss man dann auch gerade stehen. Aber vor wem wird sich einmal Mugabe, Mao, usw, verantworten müssen, wenn man nicht an Gott glaubt?
Der Kant'sche Imperativ wäre wirklich für Menschheit von viel grösserem Nutzen, als die "Verantwortung". An die glaube ich schon lange nicht mehr, sie hat einfach keinen praktischen Nutzen!
Zu Christus: Ich glaube Dostojewsky hat das literarisch bereits verarbeitet, Christus würde vielleicht nicht mehr ans Kreuz genagelt, aber im Irrenhaus würde er sicher landen, vielleicht auch Abraham!
Verantwortung
Eigentlich gibt es nur eine gültige Erklärung für Verantwortung und die gilt es zu finden, wie im übrigen für alle hehren Begriffe, wie Mut, Treue, Frieden, Freiheit, Liebe. Wie enstehen Begriffe? Immer auf Grund von Erkennen und Erfahren.
Danach versucht der Verstand dem Erfahrenen einen Namen zu geben, oder eine Umschreibung, weil man ja mit anderen kommuniziert, die diese Erfahrung nicht, oder noch nicht machen konnten, oder sie nie machen wollen. Viele der in unseren Leben gemachten Erfahrungen, decken sich mit Beschreibungen von unseren Eltern z.B., die über Dinge sprachen, die wir bis dahin nicht kannten. Verantwortung hat nur für einen selbst zu gelten. Ich trage ausschließlich für mich Verantwortung und Sie für sich selbst und nicht etwa der Regierung gegenüber oder unserem Religionsoberhaupt, sondern unseren nachfolgenden Generationen gegenüber, der Reinheit, der Unversehrtheit und des erstrebenswerten Glücks. Daran gemessen wird man kaum einen anständigen Menschen finden. Nur weil er für sich das Recht in Anspruch nimmt sich zu wehren, macht ihn das nicht anständig. Wenn er aber versucht nach dem kant'schen kategorischem Imperativ zu leben, macht ihn das zum Außenseiter.
Und wenn Jesus heute wieder käme, würden ihn die einfachen, anständigen Menschen wieder umbringen.
Eigenverantwortlichkeit ..
ist etwas, was eh vielen abgeht. Es ist doch so einfach, etwas zu sagen oder zu tun, und andere dafür verantwortlich zu machen.

Sie haben schon recht mit Ihren Aufzählungen. Trotzdem wäre eigentlich klar, worum es geht!
Jeder trägt die Verantwortung für das, was er sagt oder tut. Theoretisch ...
In der Praxis - und da stehen die Politiker zuvorderst - ist es eher so, dass jeder sagt oder tut, was er will. Die Verantwortung dafür tragen ohnehin andere ...

Beispiele dafür gibt's unendlich viele:
9/11, Afghanistan, Irak, Israel, Ost-Erweiterung, Asylgesetz usw. usw.
Mein Chef ist da kein bisschen besser ...
Eigenverantwortlichkeit?
Was ist das und wo findet man die? Bei den Bankern? Bei den Sprayern? Bei den SUV-Fahrern? Bei den Autobauern? Bei den Rasern? Bei den Littering-Typen? Bei den Holzfällern im Amazonas-Gebiet? Bei den Abschlächtern der Robbenbabys? Bei den Rauchern? Bei der Hamas? Bei der israelischen Regierung und den Ultra-Orthodoxen? Im Kreml? In der Nordkoreanischen Regierungsclique? Bei den Hochleistungssportlern (Doping)? Bei den Süchtigen? Bei den Rauchgifthändlern? Bei der Maffia? Bei den Brandstiftern, die Jahr für Jahr riesige Waldgebiete vernichten? Usw.
Ich glaube, was Verantwortlichkeit bedeutet, ist schon ziemlich unklar, was Eigenverantwortlichkeit bedeutet noch viel mehr. Alle Interpretationen sind offen.
Aber, die einfachen, anständigen Menschen, die nichts mit denen oben aufgezählten zu tun haben, die müssen sich doch noch zur Wehr setzen dürfen, wenn sie auf irgend eine Weise betroffen sind. Schliesslich stellen sie in jedem Staat die Mehrheit. Oder ist das völlig falsch gedacht?
Eigentlich wärs wenn schon eine ethische Frage ...
... die Moral wird immer vom Zeitgeist diktiert.
Aber wir wollen uns nicht mit Wortklaubereien aufhalten, deshalb bleiben wir faktisch.

In Irland gehen die Pubschliessungen ungebremst voran, beinahe ein Fünftel der Gastrobetriebe ist schon geschlossen oder steht kurz davor. Was natürlich die Missionare nicht daran hindert, zu frohlocken, in Irland würden in den Beizen über 5 Prozent mehr Umsatz gemacht. Nur dass es eben 20 Prozent sein müssten, damit nur der Status quo ante gehalten würde.
In Schottland gehen die Besitzer der noblen Speiselokale mittrlerweile auf die Strasse, um gegen den Smoking Ban zu demonstrieren, den sie doch einst befürwortet hatten. Der Grund? 15 bis 25 Prozent Umsatzrückgang - weil die Zigarrenraucher gleich nach dem Essen gehen. Die aber sind sonst zum Dessert mit einer Churchill oder Double Corona bis zu zwei Stunden geblieben und haben teure Alkoholika konsumiert. Genau mit diesen macht aber jeder Wirt die beste Marge.
In New York gingen mittlerweile weit über 10 000 Stellen im Gastgewerbe verloren - und hier zeigt sich exemplarisch ein weiterer, wenig diskutierter Effekt des Rauchverbots: Mehrere Hundert Bars und Nachtlokale mussten den Betrieb einstellen, weil die Nachbarn zu Recht den Lärm der zu später Stunde vor der Tür versammelten Raucher nicht aushielten. Wie wird das erst in der lärmintoleranten Schweiz ausgehen?

Ferner: Es ist Augenwischerei, wenn man sagt die Mehrheit der Bevölkerung rauche nicht, also müsse überall Rauchverbot sein. Die Mehrheit derjenigen, die überhaupt signifikant viel Geld in Beizen und Bars ausgeben, raucht. Alkoholkonsum und Raucherei liegen auf demselben Chromosom. Nach meinen langen Jahren als im Gastgewerbe Beschäftigter kann ich mit Sicherheit feststellen: Mindestens drei Viertel der regelmässigen BeizengängerInnen rauchen. Ich rede nicht davon, dass man zweimal im Monat essen geht und nach dem Espresso die Beiz verlässt. Sondern ich rede von den für uns relevantesten Gästen: denjenigen, die mehrere Abende pro Woche ihre Stube aufsuchen und dort gut Geld liegen lassen. Genau deshalb gehen ja in allen Ländern mit Verbot die Umsätze zurück. Italienische Kollegen melden zum Beispiel bis zu 40 Prozent Rückgang - erstaunlich, dass man davon nie liest.

Das Beispiel mit den englischen PK brachte ich, um aufzuzeigen, dass die Privatwirtschaft den sozialen Nutzen der Rauchenden längst kapiert hat. Nur die staatlichen und parastaatlichen Missionare verbreiten Märchen - die von den unkritischen Medien immer unhinterfragt kolportiert werden. Hingegen hat auch Claude Jeanrenaud, seines Zeichens BAG-Gutachter für Tabakfragen, bereits vor zehn Jahren festgehalten, dass die Rauchenden längst für ihre Kosten aufkommen - weshalb das BAG jetzt in allen Studien die Auswirkungen auf KK, AHV und PK ausblenden lässt.

Was die Gefährlichkeit von Haupt- und Nebenstrom(Passiv)rauch angeht, weiss ich nicht, auf welche Studien Sie sich beziehen. Immerhin so viel: Das BAG zitiert vornehmlich zwei Studien, EPA 1993 und DKFZ 2005. Erstere Studie wurde 1998 von einem US-Bundesgericht für nicht als Beweismittel zulässig erklärt wegen Datenmanipulation. Die deutsche Studie wurde bereits 2006 von den Auftraggebern zurückgezogen, nachdem die Wissenschaftswelt sich ob der methodischen Mängel vom Lachen nicht mehr erholen konnte.
Ich habe das BAG wiederholt darauf aufmerksam gemacht, passiert ist - nichts.

Item.
Ich sage ja nicht, dass es nicht wesentlich mehr Nichtraucherlokale geben soll - wenngleich mir in meiner beruflichen Laufbahn das Bedürfnis kaum je begegnete. Aber weshalb uns, dem Löwenanteil der Gastig, die Stube verbieten? Weshalb sollten kleine Lokale nicht wählen können? Weshalb sollen sie dazu verurteilt werden einzugehen, weil die rauchenden Gäste in die grossen Lokale zügeln werden, die Fumoirs einrichten können? Oder die Gäste, weil sie bleiben, aber immer wieder vor die Tür gehen, das Lokal zum Tod durch allnächtliche Polizeibesuche aufgrund nachbarlicher Intervention verdammen?
Es gibt so viele Möglichkeiten zum Kompromiss - zum Beispiel ist auch in kleinen Speiselokalen das Rauchverbot während der Essenszeiten immer mehr Standard.

DAS ist es, was mir nicht einleuchtet. Und man komme mir nicht mit dem Personalschutz: Das Gast- ist neben dem Baugewerbe die Berufsbranche mit dem höchsten Raucheranteil.

Weshalb also das Totale Verbot? Bevor man Begriffe wie "Moral" schwingt, möge man sich doch mindestens um Basiskenntnisse der Thematik bemühen.
und auch eine Frage
des Charakters!

Für mich als Raucher war schon immer selbstverständlich, dass ich unter Nichtrauchern nicht rauche. Es sei denn, diese Nichtraucher gaben und geben mir klar zu verstehen, dass es ihnen nichts ausmacht, wenn ich rauche. Ich habe in Nichtraucherhäusern oder -wohnungen nie geraucht - nicht einmal auf dem Balkon.
Rauchende Eltern, die vor allem Kleinst- und Kleinkinder zuqualmen, konnte ich noch nie und werde ich nie verstehen!

Toleranz wird oft verlangt, aber je länger je weniger gelebt.
So heisst Toleranz für mich u.a., dass ein Nichtraucher damit lebt, dass ich in einer verqualmten Spelunke qualmen will.
Heisst dann aber eben auch, dass ich als Raucher Kindern und Nichtrauchern ihre rauchfreie Umgebung zugestehe.

Ob dann wohl noch ein Rauchverbot beim Autofahren kommen wird? Das ist ja nicht nur gesundheitsschädigend, sondern auch der Konzentration abträglich!!?
Ich hoffe aber, dass ich dies auch in Zukunft selbst in Eigenverantwortlichkeit werde entscheiden können.
Beim derzeitig grassierenden Regulierungs- und Verbotswahn bin ich mir allerdings nicht so sicher ...

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als die Wissenschaft eines Tages damit begann, laufend neue Erkenntnisse zur Gefärdung der Gesundheit durch grillieren bekannt zu geben. Diskussionsstoff zum Thema Krebs war plötzlich in riesigem Umfang vorhanden.
Heute spricht niemand mehr darüber. Aber ich kenne einige nichtrauchende Grill-Enthusiasten, die bei jeder Gelegenheit ihren heissgeliebten Holzkohle-Grill anwerfen ...

Uebrigens: rauchfreie Lokale gibt es auch bei uns schon lange, allerdings eher aus feuerpolizeilichen als aus gesundheitlichen Gründen ...
es ist eine moralische frage!
lieber grusamlich
ich würde gerne einen anderen aspekt dieses kontrovers diskutierten themas hinterfragen, und zwar, dass das "raucher/nichtraucher - verhältniss" umzudrehen ist. dies betrifft vor allem die beizenbesitzer.
die beizenbesitzer haben jo momentan eine grosse angsta davor, dass sie die rauchenden gäste verlieren, weil sie denken, dass der grösste teil davon nicht mehr die lokale besucht, lassen aber ausser acht, dass auch gäste regelmässig die beiz besuchen die nichtrauchen. da in der schweiz der grössere teil der bevölkerung nicht raucht, müsste statistisch gesehen auch der grössere teil der gäste nichtraucher sein. und es geht doch viel mehr um die frage,: wenn nichtrauchergäste heute beizen besuchen in denen geraucht wird, warum sollten dann nicht auch rauchergäste die beiz besuchen in der nicht geraucht wird?? ich bin mir sicher, dass sich selten einer diese frage stellt.
natürlich gebe ich ihnen in dem punkt recht, dass die ganzen ausnahmeregelungen wirklich ein totaler witz sind. entweder die schweiz wird vollständig rauchfrei oder eben gar nicht. und sie können mir glauben, wenn ich ihnen sage, dass ich beide seiten verstehe, denn auch ich habe in jungen jahren (bin aber immer noch jung) geraucht. an wochenenden hielt ich mich trotzdem gerne in jugendklubs auf, die rauch und alkoholfrei waren obschon ich die möglichkeit gehabt hätte mich in verrauchten spellunken aufzuhalten (diese entscheidung war wie es scheint die richtige, denn aus mir ist ein wirklicher prachtkerl entstanden).
das argument mit den englischen PK lasse ich nicht gelten, da die schweiz und england zwei verschiedene länder sind und auch verschiedene gesundheitssysteme haben, obschon ich eingestehen muss, dass ich von krankenkassen wenig ahnung habe. das einzige was ich weiss ist, dass ich die leistung meiner krankenkasse nutze um gesund zu bleiben, anstatt um gesund zu werden.

ferner denke ich, dass es eine frage der moral ist, ob in anwesenheit von nichtrauchern geraucht wird. man gefährdet mit absicht dessen gesundheit auf die er ein natürliches recht hat. es ist ja bewiesen, dass passivrauchen noch schädlicher sein soll als aktives rauchen.

mein tip (mit dem ich nicht belehrend wirken will (obschon ich das wahrscheinlich tue (aber nicht mit absicht))); manchmal geht es nicht darum die richtigen entscheidungen zu treffen, sondern darum, die richtigen fragen zu stellen.

mfg otherman
Immer dieselbe Leier
Tatsächlich handeln Rauchende insofern uneigennützig, als sie durch die freiwillige Reduktion ihrer Lebenserwartung ein Mehrfaches dessen einsparen helfen, was sie an Kosten verursachen. Allein bei den KK beträgt die Einsparung über ein Viertel. Ich finanziere also Ihren Parkinson und Ihren Altersheimer. Dasselbe gilt gemäss Bilthoven-Studie auch für Übergewichtige, allerdings ist die Einsparung dort kleiner.
Und von den Auswirkungen auf AHV und PK ganz zu schweigen - bereits jetzt zahlen Raucher in englischen PK deutlich kleinere Beiträge als Nichtrauchende. Das sind die Realitäten.
Hingegen ist der Raucher, der die Bedürfnisse des Nichtrauchers ignoriert, ein rücksichtsloser Idiot - genauso wie auch der Nichtraucher, der uns Rauchenden jegliches Recht auf Beisammensein in verrauchten Spelunken absprechen will.
Wann schreiben Sie über die Militanz der Lungenliga, die so laut schweigt wenn es um die tatsächlichen gesundheitlichen Bedrohungen geht wie zum Beispiel die aktuelle Feinstaubbelastung? Ist es, wie die Lungenliga ZH unlängst plakativ zu behaupten sich nicht entblödete, tatsächlich dasselbe, wenn ich mir in einer Beiz eine Zigi anzünde oder wenn ich in nämlichem Lokal eine Maschinenpistole aus dem Mafiamantel ziehe und alle umlege? Das Hetzklima, das BAG und Lungenliga zurzeit schaffen, fördert Eigenverantwortung nicht im Mindesten.
Wird hingegen die Bundeslösung zum Standard, kann sich tatsächlich jedeR frei und in eigener Verantwortung entscheiden, ob er/sie verraucht werden will oder nicht.
Nun mag Eigenverantwortlichkeit ein strapazierter Begriff sein - aber die grassierende Verbotitis in allen Lebensbereichen kann die Lösung auch nicht sein.
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