Das meint die Presse zum Exploit von Landis

publiziert: Montag, 24. Jul 2006 / 15:40 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Jul 2006 / 17:33 Uhr

Im Vergleich zu seinem Vorgänger Lance Armstong gilt Floyd Landis als zugänglicher Lebemann. Die Presse feiert den neuen US-Tour-Helden.

«Eine Tour, die alles tat, um das Vergessen oder Verdrängen zu erleichtern.»
«Eine Tour, die alles tat, um das Vergessen oder Verdrängen zu erleichtern.»
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NZZ: «Floyd Landis hat die Prognose eines anderen populären Tour-Gewinners, des Belgiers Eddy Merckx, erfüllt und sich kraft seines Kämpferherzens zum Patron des Feldes emporgeschwungen: eine Figur ganz nach dem Geschmack des französischen Publikums. Es macht hier Eindruck, dass der in einer strenggläubigen mennonitischen Familie Grossgezogene als Teenager in die Welt der Mountainbiker von Kalifornien entfloh, dass er nach Jahren des Helfertums für Armstrong dem Boss die Türe vor der Nase zuknallte und sich einen anderen Rennstall suchte. Obwohl Landis gemäss eigenen Aussagen nur gerade vier Worte französisch kann - «merci beaucoup», «café» und «bière» -, gilt er als coolster Fahrer im Business. Und passt zu seinem ungeliebten Vorgänger wie die Faust aufs Auge.»

Tages-Anzeiger:
«Eine Tour, die alles tat, um das Vergessen oder Verdrängen zu erleichtern. Wer wollte in den Alpen, bei Floyd Landis´ Leiden und dem beeindruckenden Soloritt am nächsten Tag schon an die Ausgeschlossenen Ivan Basso, Jan Ullrich und Skandalarzt Eufemiano Fuentes denken? Im Kampf gegen das Doping ist damit aber noch nichts gewonnen. Die Fuentes-Affäre wird weitere Namen ausspucken, andere Netzwerke sind bedroht, ausgehoben zu werden.»

Blick:
«Floyd am Ziel seiner Träume. Da vergass im grössten Triumph auch der Tour-König Floyd Landis seine Prinzipien. Genüsslich trank der Phonak-Held auf der abschliessenden Triumphfahrt nach Paris ein Gläschen Champagner und freute sich riesig an den Gratulationen seiner geschlagenen Gegner. (...) Ruhig, als ob er den normalsten Job erledigt hätte, stand Landis danach im Pulk der Fans im Mittelpunkt. So ganz stinknormal, wie er das von zu Hause als Mennonit gewöhnt ist.»

Berner Zeitung/Der Bund:
«Ist das die Geschichte eines Helden? Oder ist Floyd Landis nicht zu trauen, einfach deshalb, weil er der Beste war in einem Rennen, das ohne Doping - so die Meinung vieler - kaum zu bewältigen ist? (...) Wer ist Floyd Landis? Einer, der absichtlich, im Stil eines PR-Profis, an der Tour über sein Hüftproblem informiert, um die Reifung zum Helden voranzutreiben? Oder ein amerikanischer Junge vom Land, der auf sein Herz hört? Ist Floyd Landis einer, der den grünen Bereich der medizinischen Betreuung ausschöpft, sich darüber hinaus nur mit Bier aufpäppelt, wie er es nach dem Einbruch am Mittwoch offenbar getan hatte? Oder ist auch er ein Betrüger?»

Mittelland-Zeitung:
«Der Phonak-Captain hat die Gunst der Stunde genutzt und ist in Abwesenheit der designierten Armstrong-Nachfolger Ivan Basso und Jan Ullrich in die Bresche gesprungen. Dieser Umstand soll allerdings den Wert seines Triumphs nicht schmälern. Schliesslich hat Landis mit seinem grossartigen Solo in Richtung Morzine für eine der denkwürdigsten Etappen in der Geschichte der Tour de France gesorgt.»

(bert/Si)

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