Das mit Spannung erwartete iPhone ist da

publiziert: Freitag, 18. Jul 2008 / 08:57 Uhr

Zürich - Das seit einer Woche erhältliche und mit Spannung erwartete iPhone verdankt einen grossen Teil seines Erfolgs der benutzerfreundlichen Oberfläche. Auch multimedial bringt das Gerät einige Neuerungen.

Wie sein Vorgänger kann das iPhone 3G drahtlos (WiFi) mit dem Internet verbunden werden.
Wie sein Vorgänger kann das iPhone 3G drahtlos (WiFi) mit dem Internet verbunden werden.
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Das neue iPhone ist bereits die zweite Handy-Generation aus dem Hause Apple. Im Gegensatz zum ersten Modell, das nur in den USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland und Österreich vertrieben wurde, unterstützt das neue Gerät den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G oder UMTS) und ist ausserdem mit einem GPS-Chip ausgestattet.

Wie sein Vorgänger kann das iPhone 3G drahtlos (WiFi) mit dem Internet verbunden werden. Von seinen Konkurrenten unterscheidet sich das Handy von Apple aber auf den ersten Blick durch seine Benutzeroberfläche, die mit den Fingerspitzen bedient wird. Eine Tastatur sucht man vergebens.

Meister der Computer-Oberflächen

Apple ist weder das erste noch das einzige Unternehmen, das ein Gerät mit Touchscreen vermarktet. LG hatte vor einem Jahr bereits ein solches Gerät vorgestellt. Und zahlreiche Smartphones - Handys mit Computerfunktionen - haben Benutzeroberflächen, die mit einem Stift bedient werden.

Laut verschiedenen Spezialisten verdankt die kalifornische Firma, die seit der Lancierung des ersten Macintosh-Computers in den 80er-Jahren zum Meister für Computer-Oberflächen wurde, ihr Vorwärtskommen in dieser Domäne der Tatsache, dass sie sowohl das Gerät als auch die Software selber herstellt.

Zahlreiche Konkurrenten müssen für ihre Mobiltelefone auf andere Betriebssysteme wie Symbian oder Windows Mobile von Microsoft ausweichen.

Und da diese Systeme nicht unbedingt auf berührungsempfindliche Oberflächen ausgerichtet sind, mussten LG, Samsung und HTC zusätzliche Software einbauen, die die Geräte allerdings schwerfällig macht.

Konkurrenz aus Kanada

Auch Research in Motion (RIM) plant ein multimediales Gerät mit Touchscreen, das sich an der breiten Öffentlichkeit orientiert. Das Paradegerät des Unternehmens, das über Tastatur zu bedienende Smartphone Blackberry, ist vorwiegend auf Unternehmen ausgerichtet.

Während die kanadische Firma RIM Apple auf dem Terrain der Privatkunden Konkurrenz machen will, versuchen die Kalifornier bei den Geschäftskunden Fuss zu fassen. Apple hat dazu die Sicherheit seiner Smartphones verbessert. Ausserdem ist das iPhone 3G neu mit dem in der Geschäftswelt beliebten Microsoft Exchange Server kompatibel.

Weiter führte die in Cupertino ansässige Firma «MobileMe» ein, ein (kostenpflichtiger) Dienst, der es Privatnutzern erleichtern soll, ihr iPhone mit verschiedenen Geräten zu synchronisieren.

So kann das intelligente Handy mit diesem System den E-Mail-Verkehr, die Agenda und das Adressheft bei jeder Änderung auf dem Server oder einem Computer, mit dem es synchronisiert ist, aktualisieren; und das in Echtzeit. Das Smartphone kann ausserdem alle Dateien von Microsoft lesen - Word, Excel und Powerpoint.

IPod und Safari

Nicht nur der digitale Musikspieler, der dem iPhone alle Funktionen eines iPods verleiht, zeichnet das Mobiltelefon zudem aus. Es verfügt auch über einen Webbrowser der Marke «Safari».

Um das Surfen auf dem Internet zu vereinfachen, hat Apple sein Handy mit einem grösstmöglichen Bildschirm ausgestattet. Ein Bewegungsmesser (Accelerometer) sorgt zudem dafür, dass der Inhalt sich automatisch danach ausrichtet, ob das Gerät im Hoch- oder Querformat gehalten wird.

SMS kann man mit dem iPhone verschicken, im Gegensatz zu allen anderen Geräten auf dem Markt aber keine MMS. Dafür hat das Handy eine visuelle Sprachbox (visual voicemail). Mit ihr kann eine Nachricht, die ein Anrufer hinterlassen hat, direkt ausgewählt und abgehört werden, ohne dass man alle vorherigen Nachrichten hören muss.

Konkurrenz für Spielkonsolen?

Ein weiterer Vorteil des iPhone: Seine Besitzer können Drittanwendungen direkt im neu geschaffenen Internet-Laden, dem «App Store», herunterladen. Letzte Woche, kurz vor der Lancierung des Geräts, waren bereits 500 Programme verfügbar, ein Viertel davon gratis.

Neben Applikationen, die das Surfen noch einfacher machen, waren auch viele Spiele im Angebot. Das iPhone könnte sich somit auch gut als gefährlicher Konkurrent für die tragbaren Spielkonsolen PSP von Sony oder DS von Nintendo erweisen. Nicht nur dank seiner berührungsempfindlichen Oberfläche und seines Accelerometers, sondern auch dank eines starken Prozessors.

Nach Sega, Electronic Arts, Gameloft oder Hudson Soft bietet etwa auch die japanische Gesellschaft Square Enix, Hersteller von «Final Fantasy», Spiele für das iPhone an.

(Valéry Jeanbourquin/sda)

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