Der erstaunliche Mr. Obama
publiziert: Montag, 8. Jun 2009 / 10:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Jun 2009 / 09:47 Uhr

Es war eine Reise durch Minenfelder, eine Serie von Staatsbesuchen, die unendliche Möglichkeiten für peinliche, dümmliche und Verstimmung erzeugende Momente geboten hätten. Zumindest, wenn der letzte Präsident der USA noch im Amt gewesen wäre.

Doch Obama schaffte es, all diese potentiellen Quellen der Verärgerung und Entfremdung, der Unwürdigkeiten und Seichtheit zu Umgehen.

Die Rede in Ägypten war ein beeindruckender Beginn, in der er Demut und Stärke zeigte, in der er Fehler der Vergangenheit zugab und Entschlossenheit, die Zukunft positiv zu gestalten zum Ausdruck brachte.

Die Republikaner, die ihn in den USA bezichtigten, damit Schwäche zu zeigen, haben nicht verstanden, dass nur wer stark ist, Fehler zugesteht und nur Schwächlinge so tun, als seien diese nie passiert. Obama zeigte in den Augen der Welt Stärke.

Ebenso beim Besuch in Buchenwald, einem jener europäischen Orte des Grauens, wo Rassismus, ideologisch-mythische Verblendung, industrielle Effizienz, kleingeistiges Untertanendenken und nackte Brutalität in einen der grössten Massenmorde der Geschichte mündeten.

Obama brachte seine Erschütterung glaubhaft zum Ausdruck und zeigte, dass ihm das Leiden, das hier stattgefunden hat, nahe geht.

Klar und würdig absolvierte er auch den Auftritt bei den Feierlichkeiten zum D-Day in der Normandie. Obama hat es geschafft, dass der amerikanische Präsident wieder akzeptiert und von vielen sogar gerne gesehen wird. Etwas, das seit der Jahrtausendwende kaum mehr der Fall gewesen ist.

Dabei fällt vielen auf, dass Obama authentisch wirkt und nicht wie einer, der Spielchen spielt und weiss, dass er eh ausgesorgt hat – wie einst Bush und seine Spiessgesellen. Und er unterscheidet sich darin auch von vielen europäischen Politikern, sei es Gordon Brown, Silvio Berlusconi oder Nicolas Sarkozy.

Viele Fragen sich, woran das liegt, was wohl sein Trick ist, gar, ob er nur ein hervorragender Schauspieler sei. Doch womöglich ist die Antwort viel einfacher und zugleich viel schöner. Weil es vermutlich zwei Antworten sind, die man sogar beim Namen nennen kann: Malia Ann und Sasha – die Töchter der Obamas.

Seit Kennedy's Amtszeit waren nie mehr so junge Kinder im Weissen Haus zu Hause. Vermutlich ist Barack Obama der erste Präsident überhaupt, der einst die Windeln seiner Kinder wechselte und der deren Erziehung nicht mehr als exklusive Aufgabe der Ehefrau betrachtet. Wenn Obama sich um eine Welt bemüht, die sicherer und friedlicher ist, dann nicht zuletzt für seine Mädchen.

Das Bewusstsein um die Verletzlichkeit des menschlichen Wesens wird genau so wie die Empathie für die Mitmenschen durch Kinder, in deren Erziehung man stark mit engagiert ist, verstärkt. Dies kann natürlich als Schwäche ausgelegt werden, als Gefühlsduselei. Doch dies ist ein Missverständnis. So sehr die Schale auch weicher sein mag, umso härter wird der Kern eines solchen Menschen sein. Denn es geht darum, das Leben und die Zukunft der Kinder die man so sehr liebt, zu sichern – wer diese gefährdet sollte besser nicht auf Nettigkeiten hoffen..

Für Männer wie Obama ist Politik eine persönliche Angelegenheit, ja sogar eine existenzielle. Er ist den USA genau so verpflichtet wie seinen Töchtern, denen er einst Rechenschaft über seine Amtszeit ablegen muss – vielleicht gar keine so schlechte Voraussetzung für eine Politik, die eine längere Perspektive hat, als den nächsten Wahlkampf. Die Geheimnisse des erstaunlichen Mr. Obama sind also gar nicht so gross... momentan messen sie ca. 1.40m und 1.60m, wobei sie aber durchaus Wachstumspotential haben.

(von Patrik Etschmayer/news.ch)

Glaube auch nicht
dass Obama auf Wasser gehen kann. Bis anhin macht er aber m.E. einen guten Job.

Trotzdem, eine Wohltat das Bush weg ist, selbst wenn Mickey Mouse den Posten hätte.
Mr. Obama
Eine wunderschöne Lobhudelei; seinen Hund hätte er ja auch noch erwähnen können...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
«Hier hätte ich noch eine ...
In den USA ist bei einer Frau mit Harnwegsinfektion zum ersten mal ein Bakterium aufgetaucht, das gegen das letzte Reserve-Antibiotikum resistent ist. Wer Angst vor ISIS hat, sollte sich überlegen, ob er seinen Paranoia-Focus nicht neu einstellen will. Denn das hier ist jenseits aller im Alltag sonst verklickerten Gefahren anzusiedeln. mehr lesen 4
Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle ... mehr lesen  
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Eine renommierte US-Kanzlei stellt einen neuen Anwalt Namens Ross ein. Die Aufgabe: Teil des Insolvenz-Teams zu sein und sich durch Millionen Seiten Unternehmensrecht kämpfen. Und nein, ROSS ist kein armes Schwein, sondern ein Computerprogramm. mehr lesen  
Sicherheitskontrolle in US-Airport: 95% Versagen, 100% nervig.
In letzter Zeit wurden aus Terrorangst zwei Flüge in den USA aufgehalten. Dies, weil Passagiere sich vor Mitreisenden wegen deren 'verdächtigen' Verhaltens bedroht fühlten. Die Bedrohungen: Differentialgleichungen und ein ... mehr lesen  
Typisch Schweiz Der Bernina Express Natürlich gibt es schnellere Bahnverbindungen in den Süden, aber wohl ...
Welche Modelle sagen mir zu?
Shopping Online Shop für Fitness - was bekommt man alles? Ein Fitness Online Shop bietet einem einfach alles, was das Herz begehrt. Heute ist es nicht selten, dass sich immer mehr Menschen in dem Bereich Fitness ...
Erstaunliche Pfingstrose.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Frauenrechtlerin Ada Wright in London, 1910: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Basel -2°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
St. Gallen -5°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Bern -3°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Luzern -1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Genf -2°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Lugano 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten