Designer-Baby soll kranken Bruder retten

publiziert: Montag, 8. Mrz 2004 / 16:17 Uhr

Sydney - In Australien ist zur Heilung der Gen-Krankheit eines Vierjährigen gezielt ein Brüderchen gezeugt worden. Dazu wählten australische Spezialisten einen von mehreren künstlich befruchteten Embryos aus, der dann der Mutter eingesetzt wurde.

Die Ärzte entschlossen sich, erstmals in Australien ein Designer-Baby zu zeugen.
Die Ärzte entschlossen sich, erstmals in Australien ein Designer-Baby zu zeugen.
Mit den Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur des Designer-Babys sollen der vierjährige BJ behandelt werden, wie die australische Zeitung Telegraph berichtet. Der Vierjährige leidet an einem als Hyper-IgM-Syndrom bekannten Immundefekt.

Theoretisch hätte der Vierjährige auch mit Stammzellen aus dem Knochenmark seiner Eltern oder anderer Verwandter behandelt werden können. Das Knochenmark wies aber bei keinem der potentiellen Spender die nötige Übereinstimmung mit dem Vierjährigen auf.

Deshalb entschlossen sich die Ärzte, erstmals in Australien ein Designer-Baby zu zeugen, um an die nötigen Stammzellen zu kommen. Dieser Durchbruch sei ein Geschenk für das Leben ihres Sohnes, sagte die nun erneut schwangere Mutter Leanne aus Tasmanien der Zeitung.

Sie und ihr Mann Stephen hätten sich ohnehin ein zweites Kind gewünscht. Der Vater betonte, es sei ihm vollkommen egal, was irgendjemand denke. Als sie nach Sydney gekommen seien, habe er jedem erzählt, warum sie hier seien und keine einzige ablehnende Reaktion erfahren.

Der Präsident des australischen Ärzteverbandes, Bill Glasson, sagte, dass der Fall in Australien durchaus ethische Fragen aufgeworfen habe. Einerseits sei es verständlich, dass Eltern alles tun, um das Leben ihres Kindes zu retten.

Andererseits habe es unter den Reagenzglas-Embryos eine bewusste Auswahl zugunsten des einen passenden Babys gegeben. Aber wenn dadurch das kranke Kind gerettet werden könne, halte er dies für ethisch vertretbar.

Die zur Auswahl des geeigneten Embroys angewandte Methode wurde in den USA entwickelt. Dort wurde erstmals im Jahr 2000 ein Baby gezeugt, um die kranke Schwester von einer genetisch bedingten Blutkrankheit zu heilen.

(bert/sda)

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