Didier Défago siegt auch auf der Streif

publiziert: Samstag, 24. Jan 2009 / 13:09 Uhr / aktualisiert: Samstag, 24. Jan 2009 / 15:41 Uhr

Als erster Abfahrer seit Stefan Eberharter (Ö) vor sieben Jahren gewann Didier Défago das Double Lauberhorn/Hahnenkamm.

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Der Westschweizer siegte auf der Streif von Kitzbühel vor den beiden Österreichern Michael Walchhofer und Klaus Kröll. 17 Hundertstel betrug der Vorsprung des 31-jährigen Schweizer Familienvaters aus Morgins, der damit den dritten Weltcupsieg seiner Karriere errang.

Das Double Wengen/Kitzbühel hatte als letzter Schweizer Franz Heinzer im Jahr 1992 geschafft. Zwei Tage nach dem schlimmen Sturz von Daniel Albrecht überholte Défago auf den letzten paar hundert Metern vor und nach dem Zielsprung mit vollem Risiko, schnellem Ski und perfekter Fahrt noch das Trio Walchhofer, Kröll und Didier Cuche.

Kröll, der Gewinner des Super-G vom Vortag, stiess den anderen Schweizer Didier (Cuche) sowie den zeitgleichen Amerikaner Bode Miller um 21 Hundertstel vom Podest. Trotzdem war dies das beste Abfahrtsresultat in dieser Saison für den letztjährigen Abfahrts-Weltcupsieger Cuche, der in diesem Winter nicht so richtig auf Touren kommt. Zuvor hatte er einen 5. Platz vom Dezember in Bormio als Bestleistung im Palmarès.

Revanche der Österreicher

Défago war in der sechsten Saison-Abfahrt der erste Fahrer, der zweimal siegen konnte. Er verhinderte den ganz grossen Triumph der Austria-Abfahrtstruppe, deren Revanche nach der grausamen Schlappe von Wengen (Bester als 18.) dennoch gelang. Walchhofer verteidigte damit seine Führung in der Abfahrts-Weltcupwertung.

Drei weitere Schweizer klassierten sich unter den besten 20. Ambrosi Hoffmann (13.), Super-G-Dritter vom Freitag, verlor 1,17, Silvan Zurbriggen schuf sich als 15. mit 1,54 Rückstand eine gute Ausgangslage für die Kombination, und Carlo Janka belegte bei seinem Hahnenkamm-Début Rang 19.

Pickelharte Piste

Seit 2004 wurde erstmals wieder auf der gesamten Streckenlänge der Streif von 3312 m gefahren -- und zwar auf pickelharter Piste, nachdem es am Abend zuvor geregnet hatte, in der Nacht sehr kalt gewesen war und am Renntag «Kaiserwetter» herrschte.

USA-«Kamikaze» T.J. Lanning sorgte frühzeitig für einen Unterbruch. Er stürzte bei der Hausberg-Einfahrt und zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Resultate:
1. Didier Défago (Sz) 1:56,09. 2. Michael Walchhofer (Ö) 0,17 zurück. 3. Klaus Kröll (Ö) 0,29. 4. Bode Miller (USA) und Didier Cuche (Sz) 0,50. 6. Christof Innerhofer (It) 0,52. 7. Andrej Jerman (Sln) 0,72. 8. Stefan Johann Thanei (It) 0,76. 9. David Poisson (Fr) 0,90. 10. Hermann Maier (Ö) 1,03.

11. Erik Fisher (USA) 1,07. 12. Benjamin Raich (Ö) und Marco Büchel (Lie) 1,12. 14. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,17. 15. Erik Guay (Ka) 1,24. 16. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,54. 17. Patrik Järbyn (Sd) 1,57. 18. Romed Baumann (Ö) 1,66. 19. Aksel Lund Svindal (No) 1,71. 20. Carlo Janka (Sz) 1,73.

21. John Kucera (Ka) 1,74. 22. Andrew Weibrecht (USA) 1,78. 23. Natko Zrncic-Dim (Kro) 1,84. 24. Marco Sullivan (USA) 1,87. 25. Andrej Sporn (Sln) 1,88. 26. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 2,09. 27. Patrick Staudacher (It) 2,35. 28. Stephan Keppler (De) 2,42. 29. Ivica Kostelic (Kro) 2,50. 30. Tobias Grünenfelder (Sz) 2,72.

Ferner: 37. Ted Ligety (USA) 3,19. 38. Peter Fill (It) 3,27. - 52 Fahrer gestartet, 46 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Christoph Gruber (Ö), Thomas Lanning (USA) und Werner Heel (It).

(ht/Si)

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