Die «Bösen» verteilten Höflichkeiten

publiziert: Dienstag, 18. Nov 2008 / 18:57 Uhr

37 Jahre nach Muhammad Ali gastiert im Zürcher Hallenstadion wieder die grosse Welt im Schwergewichts-Profiboxen.

Titelverteidiger Nikolai Valuev folgte dem Ruf des Geldes nach Zürich.
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Titelverteidiger Nikolai Walujew (35) und Evander Holyfield (46) künden für den 20. Dezember im voraussichtlichen vollbesetzten Hallenstadion einen farbigen Kampf der Superlative über maximal 12 Runden um den WBA-Titel an.

Bei der ersten offiziellen Medienkonferenz im Hallenstadion erschienen die beiden Protagonisten aber ganz in schwarz; Walujew im dunklen Rollkragen-Pullover, Holyfield im gediegenen Anzug mit schwerem Ledermantel darüber. Beide wirkten vom Ausdruck her grimmig, obschon markante Worte in Richtung des Gegners ausblieben. Umrahmt wurde die Vorstellung der beiden Hauptkämpfer von eigens aus London eingeflogenen, knapp bekleideten «Cheerleaders».

Allein optisch ist es schon schwer vorstellbar, wie der 1,89 Meter grosse Herausforderer Holyfield im Ring dem WBA-Schwergewichts-Weltmeister Nikolai Walujew (2,13 m) Paroli bieten soll - geschweige denn den russischen Giganten besiegen will. Walujews offensichtlich Vorteile sind die Körpergrösse und damit die grössere Reichweite, das Gewicht (bei rund 145 kg Wettkampfgewicht deutlich über 30 kg mehr Masse) und das Alter (elf Jahre jünger).

Holyfield möchte mit aller Macht beweisen, dass er nicht das Auslaufmodell ist, für das ihn viele halten. «Ich möchte als erster Boxer zum fünften Mal Schwergewichts-Weltmeister werden. Das ist mein Ziel», sagt Holyfield, der in seinem letzten Kampf im Oktober 2007 in Moskau gegen den damaligen WBO-Weltmeister Sultan Ibragimow (Russ) über zwölf Runden einstimmig nach Punkten verlor.

Entsprechende medizinische Untersuchungen von Holyfield haben laut Veranstalter-Angaben allesamt ein einwandfreies Ergebnis ergeben. Dabei war Holyfield im Verlaufe seiner Karriere auch schon aus medizinischen Gründen aus dem Verkehr gezogen worden. 1994 war ihm nach der knappen WM-Niederlage im ersten von insgesamt zwei Kämpfen gegen Michael Moorer (USA) beispielsweise ein angeborener Herzfehler diagnostiziert worden. Dieser stellte sich aber wenig später und nach einer angeblichen Geistheiler-Konsultation als doch nicht so gravierend heraus. Holyfield kam bei den nächsten Tests problemlos durch und durfte im nächsten Jahr weiter boxen.

(fest/Si)

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