Die Hälfte der Italiener unter 40 lebt im «Hotel Mama»

publiziert: Dienstag, 29. Dez 2009 / 13:21 Uhr

Rom - Wegen unsicherer Arbeitsverhältnisse, teurer Wohnungspreise aber auch aus Gewohnheit bleiben immer mehr erwachsene Italienerinnen und Italiener bei ihren Eltern wohnen. Die meisten «Nesthocker» sind Männer, aber auch Frauen ziehen immer später aus.

Italien ist das Land der «Mammoni».
Italien ist das Land der «Mammoni».
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Die Hälfte der Italienerinnen und Italiener im Alter von 18 bis 39 Jahren lebte 2007 noch bei den Eltern. Von allen Befragten, die 2003 angekündigt hatten, das Elternhaus demnächst zu verlassen, hatten es bis 2007 nur 53 Prozent geschafft, wie aus einer Studie des Statistikamts Istat hervorgeht.

Vor allem Männer bringen es nur schwer übers Herz, das Elternhaus zu verlassen: 40 Prozent der Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren leben noch bei den Eltern. Das Phänomen der «Mammoni», der Muttersöhne, ist in Italien Gegenstand lebhafter Diskussionen. Doch auch viele junge Frauen bleiben zu Hause, obwohl sie längst finanziell selbstständig sind.

Angenehmes Leben

Die «Nesthocker-Generation» sei ein Problem für die Entwicklung des Landes, warnen Demografen. Nicht nur Probleme bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung erschweren die Trennung von den Eltern. Auch kulturelle Faktoren spielen eine Rolle.

Nur 28 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten den Drang, sich von den Eltern unabhängig zu machen. In Norditalien steigt dieser Prozentsatz auf 38 Prozent.

48 Prozent der Befragten erklärten, sie würden aus Geldgründen nicht auf das Elternhaus verzichten können. 45 Prozent meinten jedoch, das Leben mit den Eltern sei angenehm, weil sie genügend Freiheit hätten.

(fkl/sda)

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40 Prozent der italienischen Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren leben noch im «Hotel Mama». (Symbolbild)
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