Die SVP weiss wie Wähler ticken

publiziert: Mittwoch, 14. Sep 2005 / 15:36 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Sep 2005 / 16:29 Uhr

Zürich - Christoph Blocher, der soziale Wandel und ihr Widerstand gegen Europa sind die Hauptgründe für den rasanten Aufstieg der SVP.

Bundesrat Christoph Blocher ist die SVP-Symbolfigur.
Bundesrat Christoph Blocher ist die SVP-Symbolfigur.
Die Partei weiss, wie sie ihre Wähler abholen muss. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Zürcher Politologen.

«Es sind weder die Ausländerfragen noch der Staatsabbau, die für den Erfolg der Schweizerischen Volkspartei verantwortlich sind», sagte der Zürcher Politikwissenschaftsprofessor Hanspeter Kriesi in Zürich anlässlich der Präsentation der Studie. Erschienen ist sie als rund 300-seitiges Werk im NZZ-Buchverlag.

Die Politikwissenschafter befassten sich darin mit dem rasanten Aufstieg der SVP zwischen den nationalen Wahlen 1995 und 2003. Dieser sei Ausdruck des sozialen Wandels in der Schweiz, heisst es darin. Ehemals traditionell, protestantisch und ländlich, wird die SVP heute über Klassen- und Konfessionsgrenzen hinweg auch in allen Städten gewählt.

SVP-Bindungen nehmen zu

Während andere Parteien ihre Wählerinnen und Wähler verlieren, nehmen die Bindungen an die SVP zu, wie Kriesi weiter ausführte. Die SVP mobilisiere heute vor allem Verlierer der Globalisierung, unqualifizierte Arbeiter gehörten ebenso dazu wie Angehörige der alten Mittelschicht. Ängste vor Europa stünden dabei im Zentrum.

Da man davon ausgehen könne, dass die Fragen um Europa noch auf längere Sicht die Schweizer Politik bestimmen würden, sei damit zu rechnen, dass die SVP ihren Wähleranteil konsolidieren werde. Aus Sicht des Politologen ist der Zenit der Partei jedoch mehr oder weniger erreicht.

Zugpferd Blocher

Zu verdanken hat die Partei diese Entwicklung nach Ansicht der Autoren vor allem auch ihrem Zugpferd Christoph Blocher. «Er ist die Symbolfigur der SVP», sagte Kriesi. Während sich 1995 die Sympathie für den Zürcher SVP-Politiker nur in seinem Heimatkanton auf das Wahlergebnis auswirkte, erreichte dieser Effekt bis 2003 auch die katholische Schweiz und die Romandie.

(fest/sda)

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