Ungleiche Verteilung
Die Schweiz bleibt das reichste Land der Welt
publiziert: Mittwoch, 14. Sep 2011 / 12:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Nov 2011 / 20:47 Uhr
Durchschnittlich gut 207'000 Euro pro Person.
Durchschnittlich gut 207'000 Euro pro Person.

Bern - Die Schweiz ist nach wie vor das reichste Land der Welt. Durchschnittlich hatte jede Einwohnerin und jeder Einwohner rund 250'000 Fr. auf der hohen Kante. Dies sind 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor - allerdings vor allem wegen des starken Frankens.

9 Meldungen im Zusammenhang
Umgerechnet betrug das Pro-Kopf-Geldvermögen in der Schweiz 2010 gut 207'000 Euro. Weit abgeschlagen auf Platz zwei der Rangliste landen die USA. Die US-Bürger hatten durchschnittlich knapp 112'000 Euro gespart, etwas mehr als die Hälfte des Schweizer Vermögens.

In der Rangliste der reichsten Länder folgen Japan, Dänemark und die Niederlande, wie die zweite Ausgabe des «Global Wealth Reports» des Versicherungskonzerns Allianz zeigt. Die Studie untersucht die Vermögen der privaten Haushalte in 50 Ländern, die rund 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts und 68 Prozent der Weltbevölkerung abdecken.

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Ausnahmestellung der Schweiz auch mit der starken Kapitaldeckung im Rentensystem zusammenhängt. Die Schweizer Pensionskassen verwalten rund 550 Mrd. Franken - ein Drittel der gesamten Schweizer Vermögen von rund 1900 Mrd. Franken. Auch ohne die Vorsorgegelder läge die Schweiz in der Rangliste aber noch weit vor den USA auf dem ersten Platz.

Ungleiche Verteilung

Vom Reichtum in der Schweiz profitieren fast alle ein bisschen. Nur ein Zehntel der Bevölkerung hatte 2010 gar kein oder nur ein kleines Vermögen. In Griechenland sind es inzwischen etwa 40 Prozent.

Was der Allianz-Bericht jedoch nicht sagt: Der Reichtum in der Schweiz ist extrem ungleich verteilt. Gemäss einer Studie der Grossbank Credit Suisse besitzt ein Prozent der Bevölkerung mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Noch ungleicher ist der Reichtum nur in Singapur verteilt.

Trotzdem ist der Durchschnitts-Schweizer wesentlich reicher als der Durchschnitts-Weltbürger. Diese Schere schliesst sich aber zusehends: In Euro wuchs das Pro-Kopf-Vermögen in der Schweiz letztes Jahr um 1,4 Prozent. In Westeuropa lag das durchschnittliche Wachstum bei 3,1 Prozent.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Das Netto-Geldvermögen pro Kopf stieg um 0,6 Prozent. (Symbolbild)
Zürich - Schweizer verfügen nach ... mehr lesen
Genf - Nur 49 Prozent der ... mehr lesen
Trotz Misstrauen: Beinahe alle Schweizer wollen ihr Geld an die nächste Generation weitervererben.
Da reicht es derweil nicht mehr für die vergoldete Zigarre.
Bern - Die Finanzkrise hat im Jahr ... mehr lesen 3
Zürich - Die Vermögen des reichsten ... mehr lesen
Die Reichtümer werden sich laut Credit Suisse mehr als verdoppeln.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die reichsten Deutschen besitzen viele Milliarden Euro.
Hamburg - Der Aldi-Gründer Karl ... mehr lesen
Zürich - Der Kurs des Euro zum ... mehr lesen 8
Der Franken bleibt unverändert.
Warren Buffet: Laut Fox-News Sozialist und Klassenkämpfer!
Der Beitrag Warren Buffets in der ... mehr lesen 1
Zürich/München - Kein Volk hat so ... mehr lesen
Im Schnitt haben die Schweizer rund 210'000 Franken auf ihrem Konto liegen.
250 000.- auf dem Konto...?
Ja wo denn wo??? Da hab ich wohl etwas verpasst ;-))
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Die EKW beobachtet den Wohnungsmarkt  Bern - Die Bedeutung des Wohnens hat während der Pandemie zugenommen. Grössere Wohnungen und Wohneigentum waren während der letzten Monate besonders gefragt. Dies sind Beobachtungen der Eidgenössischen Kommission für Wohnungswesen EKW. Sie bilden eine Momentaufnahme des zweiten Halbjahres 2021. Die EKW wird die Situation im Rahmen ihres Mandats weiter beobachten. mehr lesen 
Bern - Die Museen des Bundesamtes für Kultur (BAK) setzen in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt mit Massnahmen zur Stärkung der Inklusion. Zu diesem Zweck ... mehr lesen  
Der Zugang zur Kunst sollte für alle Menschen problemlos möglich sein.
Corona-Lockerungen wirken sich aus  Bern - Im 3. Quartal 2021 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5% gestiegen (+1,0% zum Vorquartal). In ... mehr lesen
Die Beschäftigung stieg im Dienstleistungssektor um 1,4%.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Schneeregenschauer
Basel 0°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
St. Gallen -1°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Schneeschauer
Bern -2°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder wolkig, wenig Schnee
Luzern -1°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Schneeregenschauer
Genf 1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Lugano 8°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten