Aussenpolitische Abschottung

Die Schweiz wird immer konservativer

publiziert: Mittwoch, 29. Jun 2011 / 17:08 Uhr
Die isolierte Schweizer Burg, mitten in der EU, besinnt sich auf ihren Nationalstolz.
Die isolierte Schweizer Burg, mitten in der EU, besinnt sich auf ihren Nationalstolz.

Bern - Selbstzufrieden schottet sich die Schweiz immer mehr ab und besinnt sich auf alte Werte. In der Bevölkerung hält der Trend zum politischen Konservativismus und zu mehr Selbstbewusstsein ununterbrochen an. Die Schweizer besinnen sich auf Bescheidenheit und Nationalismus.

2 Meldungen im Zusammenhang
Seit 1974 erforscht die Studie «Psychologisches Klima der Schweiz» des Markt- und Sozialforschungsinstituts DemoSCOPE die Werthaltungen der Schweizerinnen und Schweizer. Deutlich zeigt sich in den Antworten der Befragten ab 2000 eine Rückbesinnung auf konservative Werte, ab 2005 dann ein Rückzug in die «Trutzburg Schweiz».

Dieser Trend sei auch dieses Jahr ungebrochen, teilte DemoSCOPE am Mittwoch mit. Die Losung lautet demnach: «Mehr Schweiz denn je». Gründe für die Trendumkehr sehen die Meinungsforscher in den Anschlägen von New York im Jahr 2001, ab 2008 dann auch in der Finanzkrise, welche die Schweiz besser überstanden hatte als die meisten anderen Länder.

Nein zur EU, aber auch zu Atomenergie

Nach Jahrzehnten des Hedonismus und der Öffnung nach Aussen haben Werte wie Bescheidenheit, Verwurzelung und Realismus wieder Konjunktur. Dies zeige sich in den Antworten auf die Fragen nach der Wertschätzung für die nähere Umgebung, dem sozialen Netz oder der Liebe zu Volksbräuchen und zur Schweiz, wie Rainer Wegmüller, Verfasser der Studie, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage erklärte.

Stärker akzentuiert haben sich nach seinen Angaben in der jüngsten Studie der Hang zu Autoritarismus und Konformismus. Weiter beobachtet Wegmüller einen dramatischen Zerfall der Akzeptanz der EU und - seit Fukushima - die Ablehnung der Nukleartechnologie.

Für die Studie wurden im Mai über 2000 Personen in der Deutsch- und der Westschweiz befragt. Seit 1974 wurden insgesamt bereits über 150'000 Interviews geführt.

(dyn/sda)

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Etwas Konservatismus ist OK,
da bin ich ebenfalls einverstanden. Zum Beispiel teile ich bezüglich Familie und Kinder eher die Meinung der (CVP) als diejenigen der SP, welche die Kinder in Tagesstätte setzen möchte.
Jedoch kann ich mit dem Konservatismus der Landeskirchen wenig und mit dem Rechtskonservatismus schon gar nichts anfangen. Beide sind zu extrem und bringen unser Land nicht weiter.

Jedoch gibt es einige Studien welche zeigen, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Leute konservativer denken als in wirtschaftlich guten Zeiten. Somit erstaunt mich das nicht wirklich!
Immerhin sind bei uns die Konservativen noch nicht so schlimm wie in den USA. Aber ich fürchte, das wird irgendwann noch kommen!
Das dürfte
doch daran liegen dass immer mehr Menschen in der CH spüren welche Folgen das ungebremste Wachstum und die ungebremste Einwanderung haben. Es bringt eben nichts nur auf Wachstum zu setzen wenn im Gleichschritt die Lebensqulität stetig abnimmt und die Umwelt zusehends drangsaliert wird. Offenbar haben die Menschen in der CH doch noch ein gesundes Gespür für den Zusammenhang zwischen Mensch und Umwelt und erkennen dass man es jetzt schon übertrieben hat in der CH.
Endlich eine nützliche Studie
Das war ein Witz!


Diese Studie hat sicher wieder Unsummen gekostet.
Ich hätte den ziemlich genau gleichen Wortlaut geschrieben, und das gratis.

Wir brauchen mehr gesunden Menschenverstand und keine endlosen Studien.
.
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