Die beiden Korea setzen ihre Gespräche in Pjöngjang fort
publiziert: Montag, 28. Apr 2003 / 09:20 Uhr

Seoul - Süd- und Nordkorea haben am Montag in Pjöngjang ihre Gespräche über eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen fortgesetzt.

Zentrum von Pjöngjang.
Zentrum von Pjöngjang.
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Die südkoreanische Seite wollte noch einmal deutlich machen, dass Nordkoreas mutmasslicher Besitz von Kernwaffen eine ernsthafte Verletzung der beiderseitigen Erklärung von 1992 über eine atomwaffenfreie Halbinsel darstelle. Dies berichteten südkoreanische Medien vom Verhandlungsort in der nordkoreanische Hauptstadt.

Zum Auftakt der dreitägigen neuen Ministerrunde am Sonntag hatte Südkorea von Nordkorea den Verzicht auf dessen Kernwaffenprogramm gefordert.

Die ersten ranghohen innerkoreanischen Gespräche seit drei Monaten erfolgen nur wenige Tage nach dem angeblichen Eingeständnis Nordkoreas gegenüber einem US-Gesandten, im Besitz von Nuklearwaffen zu sein.

Die Gespräche zwischen Nordkorea und den USA über eine Lösung des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm fanden in der vergangenen Woche in Peking zusammen mit Vertretern Chinas, jedoch auf Wunsch Pjöngjangs ohne Südkorea statt.

Der südkoreanische Vereinigungsminister und Delegationsleiter in Pjöngjang, Jeong Se Hyun, hatte Nordkorea den Berichten zufolge am ersten Verhandlungstag auch zu einer Klarstellung über dessen mutmasslichem Atomwaffenbesitz aufgerufen.

Nordkorea habe geantwortet, dass der Nuklearkonflikt eine Angelegenheit zwischen Pjöngjang und Washington sei. Auch habe die nordkoreanische Seite wiederholt, dass Nordkorea in Peking einen neuen und mutigen Vorschlag zur Beilegung des Atomstreits vorgelegt habe.

(bsk/sda)

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