Umgang mit Technik

Digital Natives fehlt Technik-Expertise

publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2014 / 08:41 Uhr
Doch wenngleich die Jugendlichen privat viel Erfahrung mit Spielen und Entertainment haben, erwiesen sie sich in der Schule nicht wirklich als technikversiert. (Symbolbild)
Doch wenngleich die Jugendlichen privat viel Erfahrung mit Spielen und Entertainment haben, erwiesen sie sich in der Schule nicht wirklich als technikversiert. (Symbolbild)

New York/Heidelberg - Nur weil Digital Natives digital aufwachsen, sind sie nicht unbedingt versierter im Umgang mit Technik als ihre Lehrer, so Shiang-Kwei Wang, Expertin für Lehrtechnologien am New York Institute of Technology.

1 Meldung im Zusammenhang
Denn es hat sich gezeigt, dass Schüler der Mittelstufe zwar gern mit ihren Elektronikgeräten spielen und andere Unterhaltungsangebote nutzen. «Aber sie brauchen Anleitung, damit sie lernen, diese Technologien zur Lösung anspruchsvoller Denkaufgaben zu nutzen», so Wang.

Nutzung als Lernhilfe

Im Rahmen der Studie hat Wangs Team über 1.000 Schüler an 18 Schulen beobachtet, für die es als Digitale Natives völlig normal ist, Hightech-Geräte zu nutzen und zu besitzen. Doch wenngleich die Jugendlichen privat viel Erfahrung mit Spielen und Entertainment haben, erwiesen sie sich in der Schule nicht wirklich als technikversiert. Beispielsweise sind den meisten Web-2.0-Tools, die das Zusammenstellen und Teilen von Information erleichtern, nicht vertraut. Für 24 ebenfalls untersuchte Lehrer der Naturwissenschaften ist es dagegen normal, Technologie auch zur Problemlösung und als Lernhilfe zu nutzen.

Wang zufolge hat diese Diskrepanz nichts mit dem Alter der Lehrkräfte oder der genutzten Technik zu tun. Das Problem sei vielmehr, dass Schüler kaum Gelegenheit haben, sich ausser aus eigenem Interesse - also beispielsweise zur Unterhaltung - mit moderner Technologie zu befassen. Es sei daher entscheidend, wie neue Technologien in den Lehrbetrieb eingebunden werden. Denn meist dienen sie Schülern nur zum Sammeln von Information und Schreiben von Hausaufgaben. Nur selten sorgen Lehrer für die Chance, Technik wirklich zur Problemlösung oder kreativ zu nutzen.

Lehrerausbildung gefragt

«Die Ergebnisse legen nahe, dass das Konzept der Digital Natives irreführend sein mag», so die Forscherin in der Zeitschrift Educational Technology Research & Development. Damit Jugendliche einen versierteren Umgang mit modernen Technologien lernen, müssen ihrer Ansicht nach Lehrer geeignet ausgebildet werden. Insbesondere sollte es darum gehen, wie Technologien besser in den Unterricht eingebunden werden können. «Wenn Lehrkräfte die Schüler mit einer neuen Technologie als Lernhilfe vertraut gemacht haben, lernen sie auch schnell, diese zu nutzen», betont Wang abschliessend.

(flok/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der Schweiz mangelt es an Fachkräften in Mathematik, Informatik, ... mehr lesen
Die Schweiz hatte 2010 mit 20 Prozent den geringsten Frauenanteil aller OECD-Länder (durchschnittlich 27 Prozent) bei den Studienabschlüssen in Ingenieurwissenschaften. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Variation ist der Schlüssel, um Langeweile zu vermeiden und sicherzustellen, dass Kinder alle notwendigen Nährstoffe erhalten.
Variation ist der Schlüssel, um Langeweile zu vermeiden und ...
Das Zusammenstellen eines gesunden Pausenbrots für Kinder ist eine tägliche Herausforderung für Eltern, die sicherstellen möchten, dass ihre Kinder genug Energie für die Schule haben. Doch wie kann man ein Pausenbrot gestalten, das nicht nur gesund ist, sondern auch den Geschmack der kleinen Esser trifft? Hier sind Tipps, wie Eltern ihren Kindern eine gesunde Abwechslung bieten können, die Spass macht. mehr lesen 
Publinews Makerspaces sind Hotspots für Kreativität und Innovation, die immer beliebter werden. Sie bieten Menschen jeden Alters ... mehr lesen  
Das Potenzial von Makerspaces erstreckt sich über verschiedene Bereiche und hat Auswirkungen auf Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft.
Nach den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Januar 2024 insgesamt 113.175 arbeitslose Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet, was einem Anstieg von 6.316 im Vergleich zum Vormonat entspricht. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich somit von 2,3% im Dezember 2023 auf nunmehr 2,5%. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Arbeitslosen um 12.399 Personen (+12,3%). mehr lesen  
Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen (35,6%) arbeitet die gesamte Zeit mit digitalen Geräten.
eGadgets Aufgaben, digitale Geräte und Automatisierungsrisiko am Arbeitsplatz im Jahr 2022  Erwerbstätige Personen, die bei ihrer beruflichen Tätigkeit nie einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 4°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Basel 4°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
St. Gallen 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Bern 3°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 6°C 9°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 2°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 10°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten