Distefora: Alexander Falk sitzt in Untersuchungshaft
publiziert: Sonntag, 8. Jun 2003 / 22:33 Uhr

Hamburg/Zumikon ZH - Der deutsche Verlagserbe und Multimillionär Alexander Falk sitzt in Untersuchungshaft. Er wurde wegen Verdachts auf Betrug gesucht und stellte sich den Behörden.

Falk wird vorgeworfen, mit  Scheingeschäften den Kurs der Internet-Firma Ision künstlich in die Höhe getrieben zu haben.
Falk wird vorgeworfen, mit Scheingeschäften den Kurs der Internet-Firma Ision künstlich in die Höhe getrieben zu haben.
Falks Rechtsanwalt Gerhard Strate bestätigte am Samstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Unternehmer sich den Behörden gestellt habe.

In der vergangenen Woche hatten Dutzende von Polizisten und Staatsanwälten 24 Privat- und Büroräume von Falk und sechs weiteren Beschuldigten in mehreren deutschen Bundesländern durchsucht. Ihnen wird vorgeworfen, mit Scheingeschäften den Kurs der Internet-Firma Ision künstlich in die Höhe getrieben zu haben.

Alexander Falk gehört wie die Haffa-Brüder oder Gerhard Schmid von mobilcom zu den grossen Profiteuren des Neuen Marktes, die aus dem Nichts zu Milliardären wurden. Der Erbe des Falk-Verlags, der durch seine patentgefalteten Stadtpläne bekannt ist, verkaufte 1995 im Alter von 26 Jahren das väterliche Unternehmen für 50 Mio. Mark an Bertelsmann.

Aktien sichergestellt

Schweizer Distefora stellt Akten sicher Dieses Startkapital nutzte er für allerlei unternehmerische Aktivitäten in den Bereichen Internet, Mobilfunk, Software, Radio und Informationstechnik, die er in der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Distefora AG bündelte. Diese kämpft derzeit noch ums Überleben.

In einer auf ihrer Internetseite veröffentlichten Stellungnahme zur Strafuntersuchung gegen Falk schreibt die Distefora: "Im Januar 2003 ist es dem Verwaltungsrat Johann-Christoph Rudin gelungen, die Firmenakten in Hamburg sicherzustellen." Bei der Durchsicht der rund 1700 Aktenordner seien Unregelmässigkeiten festgestellt worden, die zu einer erheblichen Schädigung der Gesellschaft geführt haben könnten, heisst es weiter.

Aufgrund einer adhoc-Meldung der Distefora vom 19. März 2003 sei die deutsche Börsenaufsicht tätig geworden und habe bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Anzeige erstattet.

Niemand redet mehr von Ision

1999 kaufte Falk den Internet-Anbieter Ision vom ThyssenKrupp-Konzern. Er brachte das Unternehmen im März 2000 mit einem Startkurs von 69 Euro an den Neuen Markt. Die Aktie kletterte bis auf 150 Euro, ehe sie in den einsetzenden Abwärtssog des Neuen Marktes geriet.

Kaum ein Jahr nach dem Börsengang verkaufte Falk die Firma für 812 Mio. Euro an das Telekommunikationsunternehmen Energis. Ision machte damals mit 800 Mitarbeitern 25 Mio. Euro Umsatz. Energis überlebte dieses Geschäft nicht und musste in die Insolvenz. Von Ision spricht längst keiner mehr.

(bsk/sda)

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