Dominikanische Republik zieht Truppen aus Irak ab

publiziert: Mittwoch, 21. Apr 2004 / 07:15 Uhr

Santo Domingo - Nach Spanien und Honduras will auch die Dominikanische Republik ihre Soldaten aus Irak abziehen. Die 300 entsandten Soldaten sollten bereits in der kommenden Woche wieder in die Heimat geholt werden.

Präsident Hipólito Mejía holt die Truppen aus dem Irak zurück. (Archiv)
Präsident Hipólito Mejía holt die Truppen aus dem Irak zurück. (Archiv)
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Dies teilte der dominikanische Verteidigungsminister José Miguel Soto Jimenez am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit Präsident Hipólito Mejía in Santo Domingo mit. Die Truppen der Dominikanischen Republik sind Teil der von Spanien angeführten Brigade Plus Ultra in der Besatzungszone Mitte-Süd.

Der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hatte am Sonntag angekündigt, er werde die mehr als 1300 in Irak stationierten spanischen Soldaten abziehen, da ihr Einsatz nach dem 30. Juni nicht - wie von ihm gefordert - durch ein UNO-Mandat gedeckt sein werde.

Honduras folgte Spanien

Daraufhin kündigte auch Honduras den umgehenden Rückzug seiner 368 Soldaten aus der Brigade Plus Ultra an. Wie der honduranische Verteidigungsminister Federico Brevé seinerseits in Tegucigalpa erklärte, sollen seine Truppen innerhalb von sechs bis acht Wochen aus Irak abgezogen werden.

Nach der Entscheidung zum Abzug der Honduraner und Dominikaner bleibt von den bisherige lateinamerikanischen Kontingenten unter spanischer Führung im Irak jetzt nur noch eine etwa 375 Mann starke Einheit aus El Salvador übrig. Die Regierung in San Salvador hatte am Montag versichert, dass die Einheit dort bleibe.

Italien bliebt im Irak

Italien sicherte derweil den USA seine weitere Unterstützung in Irak zu. Nach einem Gespräch mit US-Aussenminister Colin Powell sagte der italienische Aussenminister Franco Frattini am Dienstag in Washington: Italien ist und bleibt entschlossen, einen demokratischen, freien und wohlhabenden Irak aufzubauen.

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe gab es indessen neue Kämpfe zwischen US-Soldaten und sunnitischen Aufständischen in der Widerstandshochburg Falludscha. Dabei wurden nach US-Angaben mindestens acht Rebellen getötet.

Kämpfe mit Aufständischen

US-Marineinfanteristen hätten im Südwesten der Stadt mit Mörsern auf Aufständische geschossen, die gerade ihre Waffen geladen hätten. Drei Fahrzeuge seien bei dem Zwischenfall zerstört worden, der die am Montag verkündete Waffenruhe aber nicht in Frage stelle.

Die Brücke über den Euphrat solle am Mittwoch wieder eröffnet werden, damit die Bewohner Falludschas wieder freien Zugang zum wichtigsten Spital hätten, hiess es weiter. Ferner sollten täglich 50 durch die jüngsten Kämpfe vertriebene Familien wieder in die Stadt zurückkehren dürfen.

22 Häftlinge getötet

Unterdessen stieg die Zahl der bei einem Angriff auf das Gefängnis von Abu Gharib westlich von Bagdad getöteten Häftlinge auf 22. Unbekannte hatten am Dienstagnachmittag mehrere Granaten auf die Haftanstalt abgefeuert.

Im nordirakischen Mossul erlag ein US-Soldat seinen Verletzungen, die er bei einem Angriff auf einen Konvoi der US-Armee erlitten hatte. Dabei waren vier weitere Soldaten und drei irakische Zivilisten verletzt worden.

(fest/sda)

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