Doppelt so lange im Mutterschaftsurlaub: Bundesgericht gibt Tessinerin Recht

publiziert: Freitag, 13. Sep 2002 / 15:30 Uhr

Lausanne - Eine Tessinerin, die sich 1998 über die Dauer ihres Mutterschaftsurlaubs getäuscht hat, ist laut Bundesgericht zu Unrecht fristlos entlassen worden. Ihr Irrtum sei angesichts der verwirrenden Regelung des Mutterschaftsurlaubs verständlich.

Die Frau war 1998 fristlos entlassen worden, weil sie sich geweigert hatte, acht Wochen nach der Geburt wieder zu arbeiten, im Glauben, ihr stünden 16 Wochen zu. Das Bundesgericht hat auf Beschwerde der Firma nun bestätigt, dass die Entlassung zu Unrecht erfolgt ist und die Frau als Entschädigung drei Monatslöhne erhält.

Laut den Lausanner Richtern hat sich die Frau zwar getäuscht, ihr Irrtum war aber verständlich. Angesichts der uneinheitlichen Regelung des Mutterschaftsurlaubs und seiner verwirrlichen rechtlichen Ausgestaltung sei es für eine junge Mutter alles andere als leicht, ihre diesbezüglichen Ansprüche zu kennen.
Die Arbeitsweigerung sei somit trotz Mahnung des Arbeitgebers nicht als wichtiger Grund zu werten, der zur fristlosen Kündigung berechtige.

Eine einheitliche Regelung des Mutterschaftsurlaubs besteht in der Schweiz zwar immer noch nicht. Seit dem 1. August 2000 ist allerdings die Pflicht zur Arbeit von Müttern neu geregelt, wie aus dem Urteil hervorgeht: Laut Arbeitsgesetz dürfen Wöchnerinnen bis zur achten Woche gar nicht und zwischen der achten und sechszehnten Woche nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden.

(gä/sda)

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