Drei Journalisten in Russland tot aufgefunden

publiziert: Samstag, 22. Mrz 2008 / 15:39 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Mrz 2008 / 16:09 Uhr

Moskau - Innerhalb von zwei Tagen sind in Russland drei Journalisten ermordet aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Fernsehreporter Ilias Schurpajew am Freitag erwürgt und mit Stichwunden in seiner Wohnung in Moskau gefunden.

Zwei der drei Journalisten arbeiteten für russische Fernsehstationen.
Zwei der drei Journalisten arbeiteten für russische Fernsehstationen.
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In Dagestan wurde der Fernsehjournalist Gadschi Abaschilow mitten in der Hauptstadt Machatschkala erschossen, wie ein Sprecher des dagestanischen Innenministeriums mitteilte. In Kirgistan wurde der seit mehr als zwei Wochen als vermisst gemeldete Journalist Juri Alexandrow tot aufgefunden.

Der russische Journalistenverband rief die Behörden auf, die beiden Morde an Schurpajew und Abaschilow aufzuklären. In der Vergangenheit gelang dies allerdings bei den meisten Morden an Journalisten nicht. So etwa bei der Erschiessung von Anna Politkowskaja, die häufig über den Kaukasus berichtet hatte.

Kaukasus Berichterstatter

Auch Schurpajew hatte für den staatlichen Sender Kanal Eins oft aus dem Kaukasus berichtet. Der 32-Jährige wurde nach Polizeiangaben mit einem Gürtel erwürgt. Agenturberichten zufolge wies der Leichnam des Journalisten auch Stichwunden auf, ausserdem sei zur Vertuschung der Tat Feuer gelegt worden.

Abaschilow war Chef des Fernsehsenders von Dagestan, einer lokalen Anstalt des staatlichen Senders Rossija. Dagestan liegt im russischen Teil des Kaukasus. Der 58-Jährige wurde «von Unbekannten in seinem Auto in Machatschkala erschossen», wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte.

Festnahme

Die Leichen von Alexandrow und seiner Frau Angelina wurden in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek gefunden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben einen Mann fest, der von Alexandrow eine Wohnung gemietet hatte. Dieser habe gestanden, das Paar mit einem Knüppel ohnmächtig geschlagen und dann erdrosselt zu haben.

Das in New York ansässige Komitee für den Schutz von Journalisten (CPJ) appellierte an den künftigen Präsidenten Dmitri Medwedew, die Mörder vor Gericht zu stellen.

(fest/sda)

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