Drei Tote bei Unwettern in Norditalien
publiziert: Sonntag, 31. Aug 2003 / 13:21 Uhr

Rom - Mindestens drei Menschen sind am Wochenende bei schweren Unwettern in Norditalien ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen war das Kanaltal in der Region Friaul nahe der Grenze zu Österreich.

Der Schlamm machte der Bevölkerung zu schaffen. (Bild: Archiv)
Der Schlamm machte der Bevölkerung zu schaffen. (Bild: Archiv)
Gewaltige Schlammlawinen begruben hunderte Häuser teilweise unter sich. Auch Strassen, Brücken und die wichtige Bahnlinie nach Österreich wurden schwer beschädigt.

Unwetter wurden auch aus anderen norditalienischen Regionen gemeldet. Durch eine Windhose wurden in der Provinz Novara 13 Menschen verletzt. Im Trentino und in der Umgebung von Padua richteten heftige Regenfälle und Hagelschauer schwere Schäden an.

In der Lombardei war das Valchiavenna-Tal nach mehreren Murenabgängen nur noch per Helikopter erreichbar. Ein 51-jähriger Mann wurde von einer Mure weggerissen, als er mit einem Traktor in der Nähe seines Hauses arbeitete. Seine Leiche wurde noch nicht gefunden.

Im Kanaltal waren nach Angaben der Meteorologen innerhalb weniger Stunden gut 300 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Wassermassen lösten Schlamm- und Gerölllawinen aus, die die Ortschaft Ugovizza bei Tarvis verwüsteten.

Hier wurde ein 45-jähriger Mann vor den Augen seiner Angehörigen von einer Mure begraben. Eine 50-jährige Frau wurde in ihrer Garage von einer Gerölllawine erdrückt.

Nach Angaben der Behörden wurden insgesamt rund 300 Menschen in Ugovizza und in der nahe gelegenen Gemeinde Dogna obdachlos. Mehr als 200 Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Fluten brachten auch den Turm der Dorfkirche von Ugovizza zum Einsturz.

(rr/sda)

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