Drei Tote in Basra und eine defekte Wasserleitung in Bagdad
publiziert: Sonntag, 17. Aug 2003 / 16:14 Uhr

Basra/Bagdad - In der zweitgrössten irakischen Stadt Basra sind bei einem Schusswechsel ein dänischer Soldat und zwei Iraker getötet worden. Laut dem Heereskommando in Kopenhagen gehörte der Soldat zu einer Patrouille, die unter Beschuss geriet.

Trotz intensiver Bemühungen der US-Armee bleibt die Situation im Irak unruhig.
Trotz intensiver Bemühungen der US-Armee bleibt die Situation im Irak unruhig.
Dänemark hat im Süden Iraks 420 Soldaten stationiert. Es handelt sich um das erste dänische Opfer seit Beginn des Einsatzes. Dagegen starben seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen bereits gegen 60 US-Soldaten.

In Bagdad wurde zudem auf eine der wichtigsten Wasserleitungen ein Anschlag verübt. Augenzeugen berichteten von einer schweren Explosion im Stadtteil Aadhimija im Norden Bagdads. Mehr als 100 000 Einwohner sind deshalb seit Stunden ohne Wasser.

Die ausfliessenden Wassermassen überfluteten eine wichtige Unterführung auf einer der Hauptverkehrsstrassen und legten eine Hauptverkehrsader lahm. Nach Augenzeugenberichten bildete sich ein grosser See.

Die Explosion verschärft die schwierige Wasser- und Energieversorgung in der fünf Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt weiter. Auch in anderen Stadtvierteln und selbst im Zentrum hatte es bei Sommertemperaturen um 50 Grad Celsius an manchen Tagen gar kein Wasser gegeben.

(tr/sda)

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