Dreifach-Mörder von Weite SG wird verwahrt

publiziert: Donnerstag, 23. Dez 2010 / 11:19 Uhr
Der 39-jährige Mann wurde zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt.
Der 39-jährige Mann wurde zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt.

Buchs SG - Wegen mehrfachen Mordes und Brandstiftung ist ein 39-jähriger Mann aus Sri Lanka vom Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren und anschliessender Verwahrung verurteilt worden. Er erstach 2005 seine Frau und zwei Stiefkinder.

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Das Gericht gab sein Urteil am Donnerstag bekannt, eine Woche nach der Verhandlung. Vor Gericht hatte der Angeklagte die Tat abgestritten. Seine Frau habe die Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren umgebracht, behauptete er. Danach habe sie ihn mit Benzin übergossen und angezündet. Die Inidizien sprachen aber gegen ihn.

«Hinrichtung»

Denn im Gegensatz zu den Kindern und seiner Frau wies er nach dem Familiendrama keine Stichverletzungen auf. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sagte, der Mann habe seine Stiefkinder mit einem Messer «regelrecht hingerichtet» und danach seine Frau mit einem Hackbeil erschlagen. Danach habe er die Wohnung in Brand gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslängliche Freiheitsstrafe (20 Jahre) mit anschliessender Verwahrung. Der vorbestrafte Mann sei gemäss einem psychiatrischen Gutachten kaum therapierbar und es bestehe darum die Gefahr weiterer Gewalttaten.

Der Verteidiger des Angeklagten forderte vor Gericht einen Freispruch. Er sei nicht ausgeschlossen, dass die Version des Angeklagten stimme. Beweise für die Tat gebe es keine, sagte er.

Täter selber schwer verletzt

Im Fall eines Schuldspruchs sei der Mann mit einer Freiheitsstrafe von neun Jahren zu bestrafen. Von einer Verwahrung könne abgesehen werden, weil von seinem Mandanten angesichts seiner körperlichen Behinderungen für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr ausgehe.

Bei der Tat wurde der Mann selbst lebensbedrohlich verletzt. Er ist seither gehbehindert, seine Hände sind verkrüppelt und sein Gesicht entstellt. Er ist seit der Tat im vorzeitigen Strafvollzug. Die Schwester seiner durch ihn getöteten Frau forderte mindestens 7000 Franken Genugtuung. Diese Forderung wies das Kreisgericht ab.

Familiendrama

Das Familiendrama in Weite ereignete sich im August 2005. An einem Sonntagabend gab es in einem Mehrfamilienhaus eine Explosion; eine Hauswand wurde nach aussen gedrückt. Die Feuerwehr entdeckte beim Löschen die zwei toten Kinder und die verletzten Eltern. Die Frau erlag im Spital ihren schweren Brandverletzungen.

(ade/sda)

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