Dutzende Verletzte bei Explosionen in Bangkok

publiziert: Donnerstag, 22. Apr 2010 / 22:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Apr 2010 / 23:12 Uhr

Bangkok - Eine Serie von Explosionen hat das Finanzviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschüttert. Dabei kam nach Angaben von Spitälern mindestens ein Mensch ums Leben. 75 weitere Menschen wurden verletzt.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva lehnt vorgezogene Neuwahlen ab. (Archivbild)
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva lehnt vorgezogene Neuwahlen ab. (Archivbild)
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Darunter sind nach Angaben von Spitälern auch mindestens zwei Ausländer. Das Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat keine Hinweise auf Schweizer Opfer.

Nach Angaben von Armee und von Augenzeugen explodierten mindestens fünf Granaten in dem Gebiet, in dem wegen der wochenlangen Proteste der Opposition Hunderte Soldaten im Einsatz sind. Die Truppen sollen die sogenannten Rothemden daran hindern, in das Viertel mit Banken, Bürotürmen und Hotels einzudringen.

Ein benachbartes Einkaufsviertel ist seit geraumer Zeit von Zehntausenden Regierungsgegnern besetzt. Sie bauten Barrikaden aus Reifen, Betonblöcken und Bambusstäben, um sich auf die drohende Auseinandersetzung mit der Armee vorzubereiten. «Von Informanten aus der Regierung wissen wir, dass sie am 26. April Schluss machen wollen», sagte Oppositionsführer Kwanchai Sarakam.

Die Regierungsgegner fordern vorgezogene Neuwahlen, was Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva ablehnt. Die Armee drohte mit gewaltsamer Auflösung der Blockaden. «Eure Tage sind gezählt», sagte Armeesprecher Sansern Kaewkamnerd. Wer nicht freiwillig gehe, werde angeklagt.

Reisewarnung des EDA

Inzwischen hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seine Reisehinweise verschärft. Touristen wird von Reisen in die thailändische Hauptstadt abgeraten.

«Verkehrsbehinderungen, Demonstrationen, Ausschreitungen und Sabotageakte sind in der Hauptstadt, aber auch in anderen Landesteilen möglich (namentlich im Norden)», schreibt das EDA auf seiner Webseite.

Das EDA rät Reisenden, sich über die Medien auf dem Laufenden zu halten und die Anweisungen der thailändischen Behörden zu befolgen.

(bert/sda)

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