EU-Staaten nehmen Malta Flüchtlinge nicht ab

publiziert: Dienstag, 12. Jun 2007 / 20:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Jun 2007 / 20:37 Uhr

Luxemburg - Maltas Innenminister Tonio Borg fordert eine EU-weite Verteilung geretteter Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer. Andere Staaten reagierten jedoch zurückhaltend auf die Forderung nach einer gerechteren Lastenverteilung.

Malta ist überfordert: Im Bild die Stadt Sliema.
Malta ist überfordert: Im Bild die Stadt Sliema.
3 Meldungen im Zusammenhang
Menschen, die ausserhalb europäischer Gewässer aus Seenot gerettet würden, müssten von allen 27 EU-Staaten aufgenommen werden, sagte Borg in Luxemburg.

«Dies kann nicht von Malta allein oder Italien allein oder Spanien allein geleistet werden», sagte der Minister. Er forderte Quoten, die sich nach der Grösse der EU-Staaten richten sollten.

Österreiche gegen Weiterreichung

Gegen die automatische Weiterreichung von illegalen Einwanderern sprachen sich jedoch mehrere Staaten aus. Der österreichische Innenministen Günther Platter etwa sagte, er könne eine Verteilung unter den EU-Staaten nicht befürworten.

«Das steht im Moment nicht zur Debatte», betonte auch die finnische Ministerin für Migration und Europaangelegenheiten, Astrid Thors.

Dem EU-Ratspräsidenten und deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble blieb nach dem Treffen am Abend nur zu verkünden, es gehe um ein europäisches Problem, das einer europäischen Antwort bedürfe.

Menschenrettung prioritär

«Die Rettung von Menschen ist die absolute Priorität», sagte Schäuble. Gemäss EU-Kommissar Franco Frattini soll die EU-Grenzschutzagentur Frontex ihre Patrouillen im Mittelmeer am 25. Juni aufnehmen.

Auf Expertenebene wollen die EU-Staaten in den kommenden Wochen weitere konkrete Unterstützung diskutieren. Die Lösung könne sowohl die Übernahme von Flüchtlingen wie auch finanzielle Hilfe sein, sagte Schäuble.

(ht/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Der UNO-Berichterstatter für ... mehr lesen
Nach dem Ende der Ernährungskrise müssten die Flüchtlinge wieder nach Hause, so Ziegler.
Die EU-Kommission will die Diskriminierung von Flüchtlingen beseitigen.
Brüssel - Die EU-Kommission will die ... mehr lesen
Madrid - Mit Beginn des neuen ... mehr lesen
Wieder landen Flüchtlinge per Schiff auf den Kanarischen Inseln.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich ... mehr lesen
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende Priorität» bezeichnet. Das geht aus der am Freitag im japanischen Ise-Shima verabschiedeten gemeinsame Erklärung hervor. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 3°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -1°C 1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 2°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 4°C 6°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten