EU will Satelliten-Navigationssystem selbst aufbauen

publiziert: Mittwoch, 16. Mai 2007 / 15:12 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2007 / 22:11 Uhr

Brüssel - Nach den gescheiterten Verhandlungen mit der Industrie will die EU-Kommission das milliardenteure Satelliten-Navigationssystem Galileo in öffentlicher Regie aufbauen lassen.

Galileo soll Europa unabhängig vom amerikanischen GPS-System machen und eine genauere Ortung ermöglichen.
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Dies sei die am meisten vorteilhafte und realistische sowie langfristig günstigste Lösung, sagte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot in Brüssel bei der Präsentation des Vorschlages an die EU-Mitgliedstaaten.

Bis 2013 müssten dazu seitens der EU oder der EU-Staaten zusätzliche öffentliche Mittel in Höhe von 2,4 Mrd. Euro investiert werden.

Kritik von Mehrkosten zulasten der Steuerzahler wies Barrot zurück. Jährlich seien 400 Mio. Euro nötig - so viel wie 400 Kilometer Autobahn kosteten, betonte er.

Weil die EU auf diese Weise später keine Rückzahlungen an die Industrie leisten müsse und Zinsen spare, sei sein Vorschlag sogar günstiger als die vor Jahren noch als beispielhaft gepriesene Zusammenarbeit mit der Industrie.

Keine weiteren Verzögerungen

«Wir können uns keine weiteren Verzögerungen mehr leisten, wir wollen 2012 startklar sein», sagte Barrot. Neuer «Bauherr» soll gemäss den Plänen die Europäische Weltraumorganisation (ESA) werden, bei der auch die Schweiz mit dabei ist. Barrot geht beim Aufbau nicht von einer direkten Beteiligung von Drittstaaten aus, wie er sagte.

Über eine Schweizer Direktbeteiligung laufen derzeit Sondierungsgespräche. «Wir schauen jetzt mal, wie die EU ihre Probleme löst», sagte Adrian Sollberger von Integrationsbüro auf Anfrage. Die EU-Minister sollen Anfang Juni über den Kommissionsvorschlag entscheiden.

(bert/sda)

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