EU wirft Schweizer Unternehmen Geldwäscherei vor

publiziert: Sonntag, 3. Nov 2002 / 21:43 Uhr

Lugano - Die Europäische Union (EU) hat Schweizer Unternehmen wegen Steuerbetrugs ins Visier genommen. So wirft sie dem Basler Handelshaus Weitnauer und der Firma des Tessiners Alfred Bossert Beteiligung am Zigarettenschmuggel und Geldwäscherei vor.

Die Weitnauer AG zeigte sich über den Vorwurf der Geldwäscherei erstaunt. Erhoben hatte ihn die EU in einer am Donnerstag in New York eingereichten Klage gegen den amerikanischen Tabakkonzern RJ Reynolds. Gegenüber der NZZ am Sonntag sprach ein Firmensprecher von einer böswilligen und haltlosen Unterstellung.

Ins selbe Horn stösst Mario Postizzi, der Anwalt des Tessiner Geschäftsmannes Alfred Bossert. Die EU bezichtigt die Alfred-Bossert-Money-Laundering Organization der Geldwäscherei aus dem internationalen Waffen- und Drogenhandel.

Postizzi sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass sein Klient keine Kenntnis von der Klage habe und zudem keinerlei Vorstrafen aufweise. In der Schweiz sei auch nie gegen Bossert ermittelt worden. Allerdings räumt Postizzi ein, dass Staatsanwalt Giuseppe Scelsi aus Bari Bossert der Organisation des Zigarettenschmuggels verdächtige.

Wahr sei, dass Bossert in der Vergangenheit einige Zahlungen für Zigarettenhändler getätigt hat. Aber die Vorwürfe der EU sind laut Postizzi aus der Luft gegriffen. Der Anwalt ist der Meinung, dass bei der Klage gegen den Tabakkonzern RJ Reynolds weniger juristische als vielmehr politische Aspekte im Vordergrund stehen.

(ps/sda)

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