Eberharter in Klammer-Dimension -- Schweizer Aufwärtstrend

publiziert: Samstag, 14. Dez 2002 / 18:47 Uhr

(Si) Didier Defago (6.), Bruno Kernen (8.) und Franco Cavegn (11.) erzielten in der ersten europäischen Abfahrt in Val d´Isère persönliche Saisonbestleistungen, doch den Ton gaben erneut die von Stephan Eberharter angeführten Österreicher an.

Der Österreicher Stephan Eberharter gewinnt die Abfahrt.
Der Österreicher Stephan Eberharter gewinnt die Abfahrt.
Nachdem in Lake Louise Kjetil André Aamodt (No) und in Beaver Creek Daron Rahlves (USA) hinter zwei Österreichern Dritte geworden waren, liess sich in Val d´Isère der Triple-Erfolg nicht mehr verhindern. Hinter Stephan Eberharter, der den 7. Sieg in den letzten acht Weltcup-Abfahrten feierte, erkämpften Klaus Kröll (erstmals in der Karriere) und Andreas Schifferer (erstmals seit über zwei Jahren) einen Podestplatz. Im letzten Jahr war Schifferer nach dem Unfall von Silvano Beltrametti in Val d´Isère, wo er die Startnummer unmittelbar hinter dem Schweizer trug, in eine schwere Krise gefallen und hatte sich wochenlang nicht davon erholt.

Erster "Hattrick" seit 25 Jahren

Seit Wengen im Januar 2001 ist Stephan Eberharter im Weltcup nur einmal, in Kvitfjell von seinem Landsmann Hannes Trinkl, geschlagen worden. "Ich weiss gar nicht mehr, was ich über mich erzählen soll", meinte der 33-jährige Tiroler. "Es stimmt einfach alles: das Material, das Selbstvertrauen, das Umfeld." Seit Franz Klammer (1976/77) hat kein Abfahrer mehr die ersten drei Rennen einer Saison gewonnen.

Auch die neue Austragungsformel mit Umkehrung der Startreihenfolge aufgrund des Abschlusstrainings hindert ihn nicht an der Fortsetzung seiner Erfolgsserie. Zum zweiten Mal siegte er als Trainingsschnellster mit der Startnummer 30, vor Kröll mit der 27 und Schifferer mit der 29. Abfahrtsrennen sind mit dieser Neuerung zwar spannender geworden, dafür droht jetzt Langeweile, bevors richtig los geht.

Heinzer: "Eine leichte Steigerung -- mehr nicht"

Die Schweizer Bilanz fiel vor allem in Berücksichtigung der persönlichen Bestergebnisse ansprechend aus, aber als Teamresultat war sie alles andere als spektakulär. "Es war gegenüber den Überseerennen eine leichte Steigerung", sagt Abfahrtstrainer Franz Heinzer, "aber mehr nicht. Um im Rennen ganz vorne dabei zu sein, müssen wir im Training noch besser mithalten können. Das Super-G-Ergebnis von Beaver Creek lässt sich nicht auf die Abfahrt übertragen."

In der ersten Abfahrt in Lake Louise hatte einzig Didier Defago als Neunter die totale Pleite verhindert, in der zweiten Abfahrt in Beaver Creek gab es die Plätze 5 - 9 - 11 - 15, jetzt in Val d´Isère -- ohne Didier Cuche -- die Ränge 6 - 8 - 11 - 13. Cuche war bereits im Startabschnitt gestürzt. "Ein Innenskifehler, sonst ist nichts passiert", meinte der Schweizer Teamleader lakonisch. Aber auch der Vergleich zum Val-d´Isère-Rennen im letzten Jahr sei erlaubt: Damals belegten die Schweizer die Ränge 4, 5, 6 und 10.

Die Schweizer Lichtblicke

Nach einem 9. und 11. Rang bestätigte sich Didier Defago mit einem 6. Platz als konstantester Abfahrer: "Wenn ich das Klassement anschaue, sind ausser Kröll lauter Routiniers vor mir. Ich brauche einfach noch viele Abfahrtskilometer, dann gehts vielleicht im Januar bei den schwierigeren Rennen einmal auf."

Und auch mit Bruno Kernen (8.) ist wieder zu rechnen. Der Ex-Weltmeister erzielte mit dem neuen Material (Rossignol) sein erstes Spitzenresultat: "Ich wollte so gut fahren wie im Training (5. Platz, die Red.), das ist fast gelungen. Jetzt hoffe ich, dass mir auch in Val Gardena erstmals ein Top-Ten-Resultat gelingt".

Franco Cavegn, mittlerweile im Super-G fast stärker als in der Abfahrt, steigerte sich über einen 18. und 15. Platz in Übersee auf den 11. Rang, sucht aber nach Erklärungen für die verlorene Zeit im oberen Streckenteil: "Wenn ich dort 1,5 Sekunden verliere, und unten nur noch vier Zehntel, müssen wir das schon genau analysieren".

Ein erstes positives Fazit durfte auch der Rückkehrer Jürg Grünenfelder ziehen, der als 22. erstmals seit seiner zweijährigen Verletzungspause wieder punktete. "Das ist ein Lichtblick, meinte der Glarner", der am Freitag, noch ziemlich resigniert, eine Rennpause in Erwägung gezogen hatte. Klar mehr erwartet hatte dagegen Ambrosi Hoffmann, der als 13. unter seinem Wert geschlagen wurde: "Heute hat es einfach nicht gepasst." Der Davoser lag schon nach dem (flacheren) ersten Streckenteil über eine Sekunde zurück.

(Richard Hegglin/sda)

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