Aufklärungsarbeit in Mali

Ebola: World Vision bildet religiöse Leiter und Gesundheitshelfer aus

publiziert: Montag, 17. Nov 2014 / 15:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Nov 2014 / 16:02 Uhr
Regelmässiges Händewaschen ist die effektivste Sicherheitsmassnahme gegen Ebola.
Regelmässiges Händewaschen ist die effektivste Sicherheitsmassnahme gegen Ebola.

Ebola ist noch immer nicht gestoppt. World Vision setzt die Aufklärungsarbeit deshalb fort und schult auch in Mali religiöse Leiter und Gesundheitspersonal.

10 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

32 Gräber
World Vision besucht eine Isolationsstation und die Bestattung eines Ebola-Opfers
wvi.org

Der Senegal wurde Mitte Oktober offiziell als frei von Ebola erklärt, die Demokratische Republik Kongo machte am Wochenende denselben Schritt. Das westafrikanisches Land Mali ist neben Sierra Leone, Liberia und Guinea noch immer vom Virus betroffen. Damit sich Ebola nicht weiter ausbreitet, setzt World Vision in der ganzen Region auf Aufklärungsarbeit und Prävention. World Vision Mali hat 36 religiöse Leiter wie Priester, Pfarrer und Imame sowie 24 Gesundheitshelfer aus fünf Regionen des Landes im Umgang mit der Krankheit und Hygiene im Allgemeinen geschult. World Vision bringt die religiösen Leiter mit dem Gesundheitspersonal zusammen, um Synergien zu nutzen. Gemeinsam arbeiten die Gruppen dann an Methoden, die zur Bekämpfung von Ebola beitragen. Ein zentraler Punkt dabei sind Verhaltensänderungen in der Bevölkerung, die dank dem Einfluss und der Vorbildfunktion von religiösen Leitern verstärkt werden.

Umfassendes Wissen ist die stärkste Waffe gegen Ebola

«Zusammen sind wir stark», sagt Imam Doumbia Fousseni. «Wir müssen Aufklärung betreiben, um die Bevölkerung zu schützen. Wir werden Hand in Hand arbeiten, um dieses tödliche Virus zu stoppen.» Auch Pastor Jean Baptiste Diarra meint nach dem Training: «Es ist unsere Aufgabe, unsere Gemeindemitglieder zu informieren und auszubilden. Wir alle sind dankbar, dass wir von World Vision dieses Training erhalten.» Nun sei es an ihnen selbst, ihr neu gewonnenes Wissen weiterzugeben. Dr. Demba Diarra, der Direktor des Gesundheitszentrums in Kolokani fügt an: «Wir haben nun ein umfassendes Wissen über das Virus, wie es übertragen wird und wie man sich davor schützen kann.» In der Nähe von Kolokani wurden erste Fälle von Ebola registriert. «Wir brauchten diese Schulung, um uns einerseits noch besser zu schützen, aber andererseits auch bereit zu sein, sollte Ebola unter uns ausbrechen.»

Schon bei Aids erfolgreich

Religiöse Leiter spielen in Westafrika eine wichtige Rolle im Kampf gegen Ebola. Durch ihre Position und ihre Nähe zur Bevölkerung können sie dabei helfen, die Verbreitung des Virus zu stoppen. Dies beispielsweise dann, wenn neue, Bestattungsrituale und sichere Hygienepraktiken eingeführt werden. Neue Ebola-Erkrankungen registrieren sie schnell und können die betroffenen Menschen mit Respekt und Würde behandeln und an die Gesundheitszentren weiterleiten. Auch Ängsten und Gerüchten in der Bevölkerung können sie gut entgegenwirken. Eine ähnliche Sensibilisierungskampagne von World Vision Mali hat vor einigen Jahren im Bereich HIV/Aids grosse Erfolge gezeigt.

Wie Ebola die Bestattungskultur in Westafrika verändert hat, sieht man vor allem in Sierra Leone. Bruno Col von World Vision Westafrika, berichtet in seinem Blogbeitrag, was er in Moyamba in Sierra Leone erlebt hat. Die kleine Stadt liegt in der so genannten Roten Zone, weil hier besonders viele Ebola-Fälle gezählt wurden. Col hat dort eine Isolationsstation besucht und an Bestattungszeremonien von Ebola-Opfern teilgenommen.

(sk/World Vision)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
«Eine extreme Massnahme in einer extremen Situation»: Leslie Scott, Geschäftsführer von World Vision Sierra Leone
World Vision Weiterer Schritt im Kampf gegen Ebola: In Sierra Leone müssen alle sechs Millionen ... mehr lesen
World Vision In Sierra Leone stehen über 8'000 Waisen wegen Ebola vor einem ungewissen ... mehr lesen
In temporären Tagesstätten leben viele Waisenkinder wie Safiatu. Dort werden sie fürsorglich betreut.
Ärzte haben im Kampf gegen Ebola Grossartiges geleistet.
New York - Die Mediziner im Kampf gegen Ebola sind nach Ansicht des New Yorker Magazins «Time» die «Personen des Jahres» 2014. Das Journal verkündete am Mittwoch, dass die Ärzte und ... mehr lesen
World Vision Heute ist Welt-Aids-Tag. Im letzten Jahr infizierten sich 2.1 Millionen ... mehr lesen
Christen und Muslime arbeiten gemeinsam an der Eindämmung von HIV/Aids.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mit elf Botschaften gegen Ebola wollen internationale Fussballstars gemeinsam mit der FIFA weltweit gegen die Epidemie in ... mehr lesen
Washington - Ein mit Ebola infizierter ... mehr lesen
Kongo: Seit dem 4. Oktober seien keine neuen Fälle mehr registriert worden. (Symbolbild)
Kigali - Die Demokratische Republik ... mehr lesen
World Vision Bereits 4'500 Menschen fielen dem ... mehr lesen
World Vision unterstützt die Bevölkerung mit sanitären Hilfsmitteln bei der Bekämpfung des Ebola-Virus.
Die hygienischen Bedingungen in den Flüchtlingscamps sind besorgniserregend.
World Vision Im Wettlauf mit der Zeit: 50'000 Kindern droht der Hungertod, wenn es nicht gelingt, sie ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
In Kita, einem Dorf, in dem World Vision mit den Bauern der Region arbeitet, sieht man trotz der Dürre grüne Flecken.
In Kita, einem Dorf, in dem World Vision mit den Bauern der Region ...
Grosse Trockenheit  Höchste Warnstufe für Indien: Mehr als 300 Millionen Menschen sind von der Hitzewelle betroffen. Seit Anfang Jahr haben sich über 200 Bauern aus Verzweiflung das Leben genommen. mehr lesen 
Fünf Jahre Bürgerkrieg  Der Bericht «The Cost of Conflict for Children» von World Vision und Frontiers Economics enthüllt die erschreckenden wirtschaftlichen und sozialen Kosten des Syrienkriegs. mehr lesen  
Wegen Klimaphänomen El Niño  In vielen Ländern herrscht wegen des Klimaphänomens El Niño grosse Trockenheit. Millionen von Menschen rund um den Globus sind betroffen. mehr lesen  
Blended Learning in Afrika  Integriertes Lernen kann die Bildung revolutionieren. Mit Unterstützung der Stavros Niarchos Foundation leitet World Vision Schweiz in Sambia ein Tablet-Projekt. mehr lesen  
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Basel 16°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
St. Gallen 13°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
Bern 14°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
Luzern 16°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Genf 16°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Lugano 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten