Einheitskrankenkassen-Initiative im Herbst
publiziert: Freitag, 26. Feb 2010 / 21:57 Uhr

Bern - Nächsten Herbst, wenn die Krankenkassenprämien für 2011 publiziert werden, soll eine Volksinitiative für die Einführung einer Einheitskrankenkasse laciert werden. Das ist zumindest das Ziel der Befürworter einer Einheitskasse, die sich bis im Sommer zu einer breite Allianz formieren wollen.

Pierre-Yves Maillard ist ein starker Verfechter einer Einheitskrankenkasse.
Pierre-Yves Maillard ist ein starker Verfechter einer Einheitskrankenkasse.
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Dieser grobmaschige Fahrplan wurde von Vertretern von Berufsverbänden und Parteien beschlossen, die sich in Bern unter der Leitung des Walliser SP-Nationalrats Stéphane Rossini in Bern versammelt haben. Ein erstes Treffen hatte bereits letzten Dezember stattgefunden.

Wie Rossini auf Anfrage sagte, zeigten sich die Teilnehmer - darunter Vertreter der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) sowie weiterer Ärzte- und Pflegepersonalverbände - sehr motiviert.

Maillard gegen die Initiative

Die angestrebte breite Allianz soll auch bürgerliche Parlamentarier umfassen, wie Rossier weiter sagte. Es sei wichtig, das neben der SP auch andere Parteien dahinter stünden.

Da der Idee einer Einheitskrankenkasse auch mehrere Regierungsräte nicht abgeneigt sind, wird sich am 4. März auch die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) mit dem Thema befassen. Starker Verfechter einer Einheitskrankenkasse ist der Waadtländer SP-Staatsrat und GDK-Präsident Pierre-Yves Maillard.

2007 hatten die Schweizerinnen und Schweizer über eine Vorlage für eine Einheitskasse abgestimmt: Mit 71 Prozent Nein scheiterte die SP-Initiative allerdings deutlich.

(pad/sda)

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jawohl
eine staatlich geregelte Leistung, streng normiert und standardisiert wird hier privaten Firmen aufgetragen. Für die absolut identische staatlich verordnete Leistung gibts dann aber Prämienunterschiede von über hundert Franken im Monat. Das ist schlichtweg pervers. Entweder der Staat macht die exakten Spielregeln und ist sozusagen die Kasse, oder aber jeder entscheidet selbst, wieviel Versicherungsschutz es/sie selber braucht.

Zusatzversicherungen können ja nachwievor ihre Leistungen anbieten.
Krankenkassen
Bin auch für eine Einheitskasse. Ist billiger und unterlässt all den Papierkrieg, zwischen Krankenkasse und Patient. Nur weil wir private Krankenkassen haben, sind die Kosten so hoch. Kanada ist für mich ein führendes Land, wenn es zur Gesundheit kommt. Dort gibt es keine Krankenkassen Betreibungen, wie in der Schweiz, weil die Krankenkasse verstaatlicht wurde. Hier in der Schweiz ist es privatwirtschaft und desshalb haben die Kassen diese Macht. Dies sollte geändert werden und sollte auch in der Schweiz so gehandhabt werden. Dann hätten wir endlich Ruhe mit diesen enorm hohen Kosten.
Einheitskasse
Die Post, SRG und noch einige sind die Letzten die Arbeitslose geschaffen haben. Die Negativschlagzeilen hören nicht auf. Wenn einem etwas nicht passt z.B. Werbung im TV, Sponsoring oder so, kann man ja die Kasse wechseln. Zum heutigen Zeitpunkt wäre ich vorsichtig mit dieser Wunschäusserung für Einheitskasse. Da wäre ein Vorstoss der Medikamentenpreis-Senkung dringender. Dann muss noch die Pauschal-berechnung in den Spitälern untersucht werden. Die Ablehnung im 2007 ist ja nicht so übergalaktisch lang her.
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