Eiselin verhindert Schweizer Debakel

publiziert: Mittwoch, 19. Jan 2005 / 07:14 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Jan 2005 / 08:47 Uhr

Urs Eiselin bewahrte die Schweizer Alpin-Fahrer an deren erstem WM-Einsatz in Whistler (Ka) vor dem totalen Debakel. Der 28-jährige Luzerner holte im Parallel-Riesenslalom hinter dem überragenden Lokalmatadoren Jasey Jay Anderson Silber.

Urs Eiselin holte Silber. (Archiv)
Urs Eiselin holte Silber. (Archiv)
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Eiselin war schon vor seiner Medaillenfahrt durch bestechend sichere Läufe aufgefallen. Auf der nach langem und intensivem Regenfall völlig durchweichten Piste fand der Spassvogel des Schweizer Teams immer wieder die optimale Linie und umkurvte auch an die heiklen Stellen, an denen das Gros der WM-Athleten arge Probleme bekundete, recht locker. Selbst bei immer widriger werdenden Verhältnissen kam der Udligenswiler Lebemann nicht von seinem markanten Carving-Stil ab.

Das eigentliche "Meisterstück" lieferte Eiselin im Halbfinal mit der Eliminierung des französischen Aushängeschildes Nicolas Huet ab, ehe er im Final Jasey Jay Anderson unterlag. Der 29-jährige kanadische Weltcup-Überflieger holte sich in seinem Heimatland nach dem schwachen Abschneiden im Snowboardcross den zweiten WM-Titel nach Gold im Riesenslalom von Madonna di Campiglio (2001). Schochs Schicksal

Für die anderen Schweizer begannen die alpinen WM-Rennen im Nass-Schnee von Blackcomb denkbar schlecht. Ausser Eiselin überstand kein einziger die Viertelfinals, Philipp Schoch scheiterte sogar schon vor der K.o.-Phase.

Frühes Out für die Schweizerinnen

Qualifikationssiegerin Daniela Meuli schaltete zuerst die italienische Allrounderin Carmen Ranigler aus, obwohl es der Davoserin im zweiten Achtelfinal-Lauf bei einem Verschneider das Brett komplett quer gestellt hatte. Gegen Fränzi Kohlis Achtelfinal-Bezwingerin Swetlana Boldikowa, deren Vorpreschen erst im Final von Manuela Riegler (Ö) gestoppt wurde, kamen sich die beiden Fahrerinnen am genau gleichen Tor in die Quere.

Die Russin fand schneller wieder an Geschwindigkeit und kam trotz massivem Rückstand aus dem ersten Run weiter. Trost fand Meuli im übrigen bei Philipp Schoch, der exakt am selben Ort gepatzt hatte und von neben besagter Stelle den weiteren Rennverlauf verfolgte.

Ursula Bruhin, die so souveräne Weltcup-Leaderin, musste sich die zweite Titelverteidigung im Parallel-Riesenslalom schon im Viertelfinal abschminken. Gegen die Österreicherin Manuela Riegler handelte sich die Weltmeisterin von 2001 (Madonna di Campiglio) und 2003 (Kreischberg) einen kleinen Rückstand ein, der sich im weiteren Rennverlauf noch vergrösserte.

Whistler (Ka). WM. Parallel-Riesenslalom.
Männer: 1. Jasey Jay Anderson (Ka). 2. Urs Eiselin (Sz). 3. Nicolas Huet (Fr). 4. Adam N. Smith (USA). 5. Andreas Prommegger (Ö). 6. Siegfried Grabner (Ö). 7. Denis Salogajew (Russ). 8. Roland Haldi (Sz). 9. Justin Reiter (USA). 10. Heinz Inniger (Sz). Ferner, in der Qualifikation gescheitert(u.a.): 18. Emanuel Oppliger (Au/Sz), Philipp Schoch (gestürzt nach Bestzeit im 1. Lauf), Dejan Kosir (Sln/TV).

Frauen: 1. Manuela Riegler (Ö). 2. Swetlana Boldikowa (Russ). 3. Doresia Krings (Ö). 4. Jekaterina Tudigeschewa (Russ). 5. Daniela Meuli (Sz). 6. Sara Fischer (Sd). 7. Ursula Bruhin (Sz). 8. Isabelle Blanc (Fr). 9. Julie Pomagalski (Fr). 10. Aprilia Hagglöf (Sd). Ferner: 12. Fränzi Kohli.

(rp/Si)

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