Eiskunstlauf: EM - Schweizer Minidelegation in Malmö
publiziert: Freitag, 17. Jan 2003 / 21:34 Uhr

(Si) Mit Stéphane Lambiel und Kimena Brog Meier startet eine Schweizer Minidelegation an den am Montag beginnenden Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Malmö (Sd). Sarah Meier musste am Mittwoch verletzungshalber absagen.

Für den erst 17-jährigen Lambiel ist es die dritte EM. 2001 in Bratislava war er Neunter geworden, im vergangenen Jahr belegte er in Lausanne den sensationellen 4. Rang. Dennoch wäre es vermessen, jetzt eine Medaille zu erwarten.

"Er ist nicht gut in Form", sagte Lambiels Trainer Peter Grütter. Er sei sehr nervös, fühle sich nach dem letztjährigen 4. Platz unter Druck. Dies hat beim ehrgeizigen dreifachen Schweizer Meister jedoch nichts zu bedeuten. Bereits vor Lausanne hatte er sich schlecht gefühlt und kurz vor Beginn der EM sogar eine Absage in Erwägung gezogen. Danach lief er drei fehlerfreie Programme.

"Im richtigen Moment hat er jeweils eine andere Motorik", gibt sich Grütter nicht sonderlich besorgt. Die Vorbereitung verlief allerdings alles andere als optimal. Lambiel musste sich Mitte November einer Operation am Meniskus unterziehen und konnte erst vor einem Monat wieder Sprünge üben. Zudem nahm eine vor der Verletzung zugesagte Schaulauf-Tournee Trainingszeit weg, und auch das Knie schmerzt noch hie und da.

Technisch hat sich Lambiel mit dem Dreifach-Axel und dem Vierfach-Toeloop weiterentwickelt. Und wozu er fähig ist, bewies er an den Schweizer Meisterschaften in Zug, als er praktisch ohne Training eine Kür mit sieben Dreifach-Sprüngen aufs Eis zauberte.

Für Kimena Brog Meier sind die Europameisterschaften quasi ein Sprung ins kalte Wasser. Die Luzernerin, die am 20. Februar erst 16 Jahre alt wird, nimmt erstmals an einem internationalen Elite-Wettkampf teil. "Ich freue mich riesig", sagte Brog Meier, die für Sarah Meier nachrückt.

Brog Meier hätte eigentlich ab dem 25. Januar am Europäischen Olympischen Jugendfestival in Bled (Sln) starten sollen. Dadurch habe sie die Spannung auf übernächste Woche aufgebaut, so die Innerschweizerin. Dennoch stand für sie ein Verzicht nie zur Diskussion. "Ich will diese Chance nutzen und Erfahrungen sammeln."

Brog Meier bestritt in dieser Saison erst zwei Wettkämpfe -- die deutschen Junioren-Meisterschaften und die Schweizer Meisterschaften, welche sie hinter Sarah Meier auf Platz 2 beendete. Die 15-Jährige fügte sich Ende September beim Einlaufen zum Junioren-GP in Montreal mit dem Eisen eine tiefe Fleischwunde in der Wade zu und musste fast zwei Monate mit dem Eistraining aussetzen.

Dennoch stimmt die Form. Brog Meier: "Ich fühle mich gut. Im Training funktionieren alle Sprünge." Ein Rang unter den ersten zehn, womit an den EM 2004 zwei Schweizerinnen startberechtigt wären, dürfte für die Luzernerin jedoch nur sehr schwer zu erreichen sein.

Sarah Meier war nach der kurzfristigen Absage wegen einer Entzündung zwischen den Zehen und einer Hüftprellung natürlich sehr enttäuscht. Die Fussverletzung ist auf einen zu engen "massgefertigten" Schlittschuh zurückzuführen, was besonders ärgerlich ist.

Der 18-jährigen Bülacherin blieb angesichts des dichten Programms nicht genügend Zeit, um einen neuen Schlittschuh einzulaufen. Sie habe immer gedacht, es gehe dann schon, erklärte Meier, obwohl sie nicht richtig trainieren habe können. Die Entzündung behinderte die EM-Fünfte 2001 schon vor den SM; die Hüftprellung erlitt sie am Sonntag nach einem missglückten Lutz. "Ich muss nach vorne schauen, will an den WM unter die ersten zehn", gab sich Meier kämpferisch.

Bei den Männern hätte der Schweizer Eislauf-Verband wegen Lambiels Exploit 2002 zwei Läufer entsenden können. Diese Möglichkeit wurde nicht genutzt, weil den talentierten Jamal Othman eine hartnäckige Fussverletzung plagt und Patrick Meier an den SM und an den deutschen Meisterschaften enttäuschende Leistungen ablieferte.

Favoriten in Malmö sind in allen vier Wettbewerben die Russen. Bei den Männern ist es der Olympia-2. Jewgeni Pluschenko und bei den Frauen die Olympia-2. und Weltmeisterin Irina Slutskaja. Die russischen Titelverteidiger Alexej Jagudin (Hüftprobleme) und Maria Butyrskaja (Rücktritt) sind nicht dabei.

(Sascha Fey /sda)

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