ElCom: Kein baldiger Strompreis-Entscheid

publiziert: Montag, 22. Sep 2008 / 18:47 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Sep 2008 / 19:52 Uhr

Bern - Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) lässt sich vom Unmut über die angekündigte Erhöhung der Strompreise nicht beeindrucken. In einem Communiqué bekräftigt sie ihren bisherigen Kurs.

Bei der Kommission sind gemäss Communiqué seit Beginn des Monats über 1000 Reklamationen eingetroffen.
Bei der Kommission sind gemäss Communiqué seit Beginn des Monats über 1000 Reklamationen eingetroffen.
8 Meldungen im Zusammenhang
Damit allfällige Entscheide vor Bundesverwaltungsgericht und Bundesgericht Bestand hätten, sei eine sorgfältige Prüfung des Sachverhalts und Beurteilung auf Grund des geltenden Rechts unerlässlich - «und das braucht Zeit», schreibt die ElCom. Sie habe aber die Kompetenz, einmal in Kraft gesetzte Tarife jederzeit rückwirkend zu korrigieren.

Bei der Kommission sind gemäss Communiqué seit Beginn des Monats über 1000 Reklamationen eingetroffen. Dabei handle es sich bei rund der Hälfte «um konkrete Beanstandungen der Tarife von spezifischen Stromversorgungsunternehmen», schreibt die ElCom.

Die Kommission konzentriere ihre Untersuchung auf die Kosten und Tarife der Netzbetreiberin Swissgrid. In dieses Unternehmen brachten die Kraftwerkgesellschaften auf Anfang 2008 ihre Hochspannungsnetze ein, wie dies das Stromversorgungsgesetz (StromVG) vorsieht. Daneben will sie die Tarife an die Systemdienstleister unter die Lupe nehmen.

Treffen geplant

Energieminister Moritz Leuenberger will sich mit den Stromproduzenten sowie den Kantonen und Gemeinden zu einer Aussprache über die angekündigten Strompreiserhöhungen treffen.

Ziel des Treffens sei es, «den Handlungsspielraum bei den Kosten zu erörtern, die ausserhalb der Zuständigkeiten der ElCom liegen», schrieb das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einem Communiqué. Das Treffen soll «in Kürze» stattfinden.

Das Amt begrüsst bestätigte Bestreben der (ElCom), bis Ende Jahr zu den angekündigten Strompreiserhöhungen zu entscheiden. «Sie schafft damit Klarheit über die neuen Elektrizitätstarife, bevor diese am 1. Januar in Kraft treten», schreibt das UVEK.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Energiekommission ... mehr lesen 1
Die Politik setzt auf freiwillige Schritte der Strombranche.
Die Strompreiserhöhung sei gesetzeskonform, so swissgrid.
Bern - In der Debatte um die steigenden Strompreise wird der Ton immer schärfer: Nachdem Energieminister Moritz Leuenberger die Netzgesellschaft swissgrid der gesetzeswidrigen Erhöhung der ... mehr lesen
Bern - Die Stromnetzgesellschaft ... mehr lesen
Nicht nur linke sondern auch bürgerliche Ratsmitglieder kritisieren die Tariferhöhung.
Die Netzbetreiber haben diverse Strukturen und Abläufe angepasst.
Bern - Die Liberalisierung des Strommarkts ist nach Ansicht des Bundesrats ein preistreibender Faktor. Es gebe jedoch noch andere Gründe, weshalb die Tarife um bis zu 20 Prozent steigen ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Elektrizitätskommission unter Carlo Schmid soll ausgebaut werden.
Bern - Das Personal des Fachsekretariates der Elektrizitätskommission (ElCom), welche die Entwicklung der Strompreise überwacht, soll auf 18 verdreifacht werden. Dies kündigt der Bundesrat auf eine ... mehr lesen 2
Bern - Swissgrid-Chef Hans-Peter ... mehr lesen
Die Strompreise werden laut Aebi noch weiter steigen.
Die letzte Preiserhöhung erfolgte 1994.
Bern - Erstmals seit 14 Jahren erhöht ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der Exportwirtschaft.
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der ...
Publinews Am 14. Mai führte Bundesrat Guy Parmelin Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Exportbranche über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und die Entwicklungen im Bereich des Freihandels. mehr lesen  
Verbände Schon früh hat der sgv vor den finanziellen Folgen einer 13. AHV-Rente gewarnt. Die ... mehr lesen  
Der sgv spricht sich für ein ausgewogenes Gesamtpaket aus, das eine moderate Erhöhung des Rentenalters sowie eine leichte Anhebung der Mehrwertsteuersätze beinhaltet.
Die Verzinsung bietet einen Anreiz, Covid-19-Kredite nicht länger als notwendig zu beanspruchen.
Buchhaltung Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. März 2024 beschlossen, die Zinssätze für die ausstehenden Covid-19-Kredite per 31. März 2024 ... mehr lesen  
Bei einem Treffen am 13. Februar 2024 in Bern diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte, Gemeinden, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der ... mehr lesen  
Teil des Plans ist die Durchmischung von Arbeits- und Wohnzonen sowie eine Überprüfung möglicher höherer Bauprojekte an geeigneten Standorten.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 13°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 14°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 13°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 13°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 14°C 19°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 14°C 21°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 16°C 21°C bedeckt mit Gewitternleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten