Elektrosmog besorgt Schweizer

publiziert: Freitag, 8. Apr 2005 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2005 / 14:27 Uhr

Bern - Über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung macht sich wegen Elektrosmog Sorgen um ihre Gesundheit. Rund 5 Prozent schreiben dem Phänomen eigene gesundheitliche Probleme zu. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des BUWAL.

Es ist immer noch nicht wissenschaftlich geklärt, ob die Handy-Strahlung den Menschen schädigt.
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Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern hat rund 2048 Personen zum Thema Elektrosensibilität befragt. Rund 5 Prozent der Befragten sind überzeugt, durch Elektrosmog gesundheitlich beeinträchtigt zu sein, wie das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) mitteilte.

Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung sind dies 370 000 Personen, die sich als elektrosensibel einstufen. Als Beschwerden würden hauptsächlich unspezifische Krankheitssymptome wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen angegeben, heisst es in der Mitteilung weiter.

Hochspannungsleitungen

Als Ursache der Beschwerden würden an erster Stelle Hochspannungsleitungen und Handys verdächtigt, gefolgt von anderen Strahlungsquellen oder Elektrosmog allgemein. Mobilfunkbasisstationen folgen erst an siebter Stelle.

53 Prozent der Befragten haben zwar selber keine Beschwerden im Zusammenhang mit Elektrosmog. Sie machen sich jedoch Sorgen um die eigene Gesundheit wegen mindestens einer der bekannten elektromagnetischen Feldquellen, wie das BUWAL schreibt.

Luftverschmutzung an erster Stelle

Von allen in der Studie erfragten Umwelteinflüssen am meisten Sorgen bereitet allerdings nicht der Elektrosmog, sondern die Verschmutzung der Luft (69 Prozent), gefolgt von der UV-Strahlung (56 Prozent).

Wissenschaftlich bleibe nach wie vor unklar, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Elektrosmog und gesundheitlichen Problemen bestehe, heisst es in der Mitteilung. Wissenschaftlich erhärtete Informationen über das gesundheitliche Gefährdungspotenzial von Elektrosmog seien sowohl spärlich.

Um mehr Klarheit zu erhalten, müsse die Forschung weiter gehen. Der Bundesrat hat am 11. März beschlossen, ein nationales vierjähriges Forschungsprogramm durchzuführen.

(fest/sda)

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